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Uncis
1999er Barfußberichte
(zusammengefasst aus verschiedenen Forumbeiträgen
seit Frühjahr 1999)
Momentan herrscht wohl in ganz mitteleuropa
frühlingsflaute. Aber ich habe es heute bei 10 grad und nieselregen mal wieder gemerkt -
zuerst werden die finger kalt, und die zehen noch gar nicht, die sind beim gehen ja immer
in bewegung. Wenn ich doch mal schuhe anziehe, dann aus feigheit - beim arzt, friseur oder
optiker fühle ich mich irgendwie unwohl, wenn mein gegenüber auf meine zehen starrt.
Klar bin ich der einzige. Das war ich leider auch während der warmen tage vor einer
woche. Der "Sommertrend 1999" (www.barfuss.ch) scheint noch nicht in diese
östlichen ecken vorgedrungen zu sein. Ist natürlich auch nicht so ansprechend, wenn die
stadt wochenlang die gehwege nicht von glasscherben reinigt ...
Ich wünsche allen viele möglichkeiten zur pfotenbefreiung :) unci
Hallo unci,
[heute bei 10 grad und nieselregen wieder gemerkt - zuerst werden die finger kalt, und
die zehen noch gar nicht, die sind beim gehen ja immer in bewegung.]
Auf unbegrenzte Zeit begebe ich mich barfuß außer Haus, wenn die Temperaturen im
zweistelligen Bereich liegen -- dann ist der Genuss sichergestellt. Beim Radfahren, wo der
Fahrtwind kühlt und die Füße kaum Bewegung haben, fängt das Vergnügen bei 15° an. Im
Voralpenland kann man nicht nach Kalender gehen, da habe ich schon im Januar 16° und im
Juli 8° erlebt.
[beim arzt, friseur oder optiker fühle ich mich irgendwie unwohl, wenn mein
gegenüber auf meine zehen starrt.]
Genau bei Arzt und Friseur habe ich es auch noch nicht gewagt. Beim Friseur denke ich,
dass es vielleicht sogar als geschäftsschädigend empfunden werden kann, weil sicher in
manchen Gehirnen noch die Assoziation: barfuß - arm - verlaust steckt. Zum Optiker habe
ich schon mal baren Fußes ein Brille zur Reparatur gebracht, ohne dass irgendwie auf
meine Zehen gestarrt wurde. Denen ist es lieber, wenn ich mein Geld in teure
Brillengläser stecke, als in Schuhe!
[Klar bin ich der einzige ... leider auch während der warmen tage vor einer woche]
Ich habe auch in vergangenen Jahren noch nie Barfüßer im April gesehen (außer von mir
selbst angestifteten).
In den Gehirnen ist wohl fest verdrahtet, dass es da noch zu kalt dazu ist -- so lauten
jedenfalls die Kommentare, die ich aufschnappe. Wie gut die Sonne den Boden schon wärmt,
ist für die Schuhträger natürlich nicht wahrnehmbar.
Also noch etwas Geduld -- den von barfuss.ch
beschworenen Durchbruch wird es wohl nur in kleinem Umfang geben, aber unsere
Internet-Diskussion macht die Welt ganz sicher um einiges barfüßiger, weil sie die
Entschlusskraft zur Freiheit für die Füße und auch zur "Anstiftung" anderer
stärkt! Herzliche Füße, Lorenz
Der Onkel vom Mars ist ein kinofilm, der zur
zeit gerade läuft. Bemerkenswert ist, dass der Marsbewohner, auch nachdem er menschliche
gestalt angenommen hat, barfuß im raumanzug umherläuft. Später im film
"verkleidet" er sich zwar als mensch, aber es kommt doch raus, dass auf dem Mars
schuhe unbekannt und unnötig sind ...
Neulich war ich beim blutspenden. Das schließt ja ein, eine ganze weile auf einer liege
zu liegen und der umgebung seine fußsohlen zu zeigen. Das Rote Kreuz war höchst
professionell und redete mit mir nur um blutplättchen- und blutdruckwerte, an meinen
füßen hat sich niemand gestört. (Dies im gegensatz zu den erfahrungen mancher, die in
USA blutspenden waren, wo das dortige Rote Kreuz sicherheitsbedenken hatte und leute
wieder nach hause schickte.) Probiert es doch auch mal (wenn ihr gesundheitlich dazu in
der lage seid) :) ...
Heute sind mir drei junge damen ca. anfang/mitte 20 entgegengekommen. Eine sagte
"barfuß - ist doch gesund oder...?" "ja, und macht sogar spaß, probiert
es doch selbst mal" Ich habe mir nicht viel dabei gedacht; ich dachte, es handelt
sich um den üblichen kommentar von der sorte "gesund, aber tut weh/ist uncool und
damit doof". Umso überraschter war ich, als ich mich nochmal umdrehte und sah, wie
die drei ihre schuhe auszogen und mit den schuhen in der hand barfuß entschwunden. Ihnen
nachrennen, um ein geistreiches gespräch zu dem thema anzuzetteln, wollte ich nun doch
nicht, aber das ist doch genau die spontanreaktion, die wir uns wünschen :) ...
Uni, ich im aufzug. Jemand kommt rein .... guckt nach unten - dann wieder nach oben.
- Nanu, bist du nicht der, der immer barfuß läuft?
- naja, nicht immer, aber immer öfter .... heute jedenfalls .... wieso, kennst du so
einen?
- Ich habe schon verschiedentlich davon gehört, kennst du außer dir etwa noch jemanden?
- in dieser region gibt es noch einen weiteren ....
Aufzugtür öffnet sich. Interessant, wie einem der ruf vorauseilt. Schade nur, dass mehr
leute ÜBER uns als MIT uns reden. Unci
Na jetzt bin ich ja enttäuscht - bei diesen Temperaturen
etwa beschuht an der Uni??
Das muß ja auch jeden irritieren, der dich schon barfuß durch den
Schnee stapfen gesehen hat... Nachdem schon Sommer - Gelegenheitsbarfüßer häufiges
Gesprächsthema irgendwelcher Kollegen, Mitschüler, -studenten usw. sind, kannst du
sicher davon ausgehen, dass zu Dresdens bekanntesten Studenten gehörst.
Aber du hast recht - alle finden es interessant, warum lassen sie sich nicht inspirieren,
beraten, anstecken, von ihren meist unberechtigten Vorurteilen und Bedenken befreien??
Fairerweise muss ich allerdings sagen, ich habe in letzter Zeit den Eindruck, dass
mehr
Leute den Pro-Argumenten gegenüber aufgeschlossen sind als noch vor ein paar Jahren -
auch wenn sie selbst sich nicht durchringen können, es mal ohne Schuhe zu versuchen.
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich seit den regelmäßigen Besuchen in diesem Forum
noch viel viel mehr Argumente habe und viel selbstsicherer Bedenken zerstreue. Gruß Moritz
vielleicht hätte ich "immer" sagen sollen,
aber SO ein extremist bin ich nun auch wieder nicht :)
Wenn's stein und bein friert, ist auch bei mir schluss, zumal wenn ich längere zeit
draußen warten muss, wie das bei den öffis manchmal unvermeidbar ist. Dagegen gehen
jetzt im frühjahr etliche tage ins land, an denen ich an schuhe nicht mal denke, und erst
von mehr oder weniger unfreundlichen kommentaren daran erinnert werde :/
Aber du hast recht - alle finden es interessant, warum lassen sie sich nicht inspirieren,
beraten, anstecken, von ihren meist unberechtigten Vorurteilen und Bedenken befreien?? Ich
muss wirklich mal eine variante der broschüre von Lorenz in ausreichender zahl ausdrucken
und mitführen, damit ich sie in den häufigen situationen, wenn ich für ein längeres
gespräch keine zeit habe, den leuten in die hand drücken kann. :)
[allerdings sagen ... in letzter Zeit den Eindruck, dass mehr Leute den Pro-Argumenten
gegenüber aufgeschlossen sind - auch wenn sie selbst sich nicht durchringen können, es
mal ohne Schuhe zu versuchen]
Manche probieren es lieber erst allein und zeigen erst später den mut, sich barfuß in
der öffentlichkeit zu zeigen. (Ist mir gleich drei mal unabhängig voneinander passiert,
dass sich NACH einem treffen mit mir bekannte dazu entschlossen haben, das selber mal zu
versuchen.) ...
Ein ca. 9jähriger junge sieht mich bei 25 °C außentemperaturen barfuß in shorts und
T-shirt in der straßenbahn und wendet sich an seine mitfahrende mutter: "Du, Mami,
ich will aber nicht mit nackten Füßen gehen, das gibt doch Blasen, richtig?" Woher
er diese auffassung wohl hat ....?
Eine andere reaktion halbwüchsiger schüler im vorbeigehen war "Iiiiih, der hat ja
ganz dreckige Füße!" - soo schlimm waren die da gar nicht...
Es ist schon ein jahrzwanzigst her, da sind wir als kinder auf bäume geklettert und waren
dabei meist barfuß (wobei die schuhe/sandalen unten am stamm stehenblieben). Ich habe es
neulich nochmal ausprobiert und muss sagen: barfuß ist wirklich ein großer vorteil beim
klettern auf bäume, ich fühle mich so erheblich sicherer dort oben. :)
Verkehrte welt, wenn mir heute ein neunjähriger knirps in turnschuhen aus einer baumkrone
heraus sagt, barfuß gehen sei schädlich .... Lorenz, vielleicht kannst du das
baumklettern als naturnahe barfußaktivität für kinder auf die familienleben
- seite aufnehmen? :) ...
Ich sehe bei temperaturen über 25 grad immer wieder vereinzelte (barfüßer) in der
stadt, auch außerhalb "geschützter" gegenden wie parks, schwimmbäder und
brunnen. Aber das sind ausnahmen. Mich stört es nicht, wenn alle anderen schuhe tragen
(außer bei mir zuhause) - schade für sie, dass sie nicht die gleiche freiheit genießen
wie ich, aber wenn sie nicht anders wollen .... Natürlich freue ich mich jedes mal, wenn
ich andere barfuß sehe. :) Der einzige zu sein, stört mich auch nicht mehr. Im
gegenteil, das wissen, einzigartig zu sein, gibt mir auftrieb in der gesichtslosen masse.
Das bedeutet nicht, dass das mein ziel ist - ich will nicht protestieren oder ums
verrecken auffallen, sondern kann nur die eingeschnürtheit von schuhen nicht ertragen
(umso mehr, wenn es warm ist). Traut euch, anders zu sein. Einzigartigkeit macht
glücklich (außer vielleicht, wenn sie andauernd zu herabwürdigen bemerkungen führt -
das ist aber glücklicherweise kaum der fall). Unci
Kommt euch eigentlich auch vor, dass man manchmal viele Tage lang fast überall (inkl. Kino, Medi Markt, ...) hinkommt, ohne besondere Kommentare zu ernten; und dann gibt es Tage, an denen man relativ viel "ertragen" muss (z.B. viele pubertierende Schülergruppen, oder dass einem ein paar Sandler aus Mitleid ihre Schuhe schenken wollen ;-) , ...)? Ciao and bye, (:Clemens:)
Das passiert allerdings schon mal, vor allem wenn man wie ich gerne mal barfuß mit Schirm durch den Regen läuft, solange es einigermaßen warm ist (also eher im Hochsommer). Diese Affinität zum Regen (ab 16°/17° aufwärts) habe ich wohl meinem Heuschnupfen zu verdanken. Übrigens bin ich gestern bei rund 26° auf meinem etwas längeren Barfußtrip zu Post, Bank und Eisdiele mehr aufgefallen, als diverse vorwiegend ältere Personen, die doch tatsächlich mit Jacken rumliefen! Da stellt sich doch die Frage, wer hier spinnt... Serfuß, Jörg (Hanna)
Herbstlaub und Dezembersonne. Das Wetter schlägt Kapriolen, mal schneit es,
dann friert es drüber, dann wird es doch wieder überraschend mild - wenn auch
sonnige Stellen wegen des niedrigen Sonnenstandes gezielt gesucht werden
müssen.
Angenehmer wird es auf Hügeln, die den ganzen Tag eine Seite in der
Sonne haben. Also mittags rauf auf den Berg. Wird es wirklich barfuß gehen? Im
Schatten frieren einem ja die Ohren ab .... aber das Laub am Waldboden fühlt
sich erstaunlich warm an, die Zweige, die ihr Laub schon abgeworfen haben,
bieten der Dezembersonne kein Hindernis, und das Bergaufgehen heizt den Körper
von innen, so dass ich schließlich kurzärmlig und barfuß Leuten
entgegenkomme, die dort mit Mantel, Schal und Handschuhen spazieren gehen ...
Kein Kommentar, nur merkliches Verstummen von Gesprächen und verstohlene
Blicke. Auch keine spontanen Nachahmer. Einige Schneereste gibt's auch noch, aber
die sind nicht groß genug, um dauerhaft zu kühlen.
Ein, zwei Stunden wird das
so gegangen sein, Bergauf - bergab, schließlich senkt sich die Sonne doch, und so
mache ich mich wieder auf den Weg nach hause ... Nutzt solche Gelegenheiten,
wann immer die Sonne scheint und ihr Zeit habt - es ist jedes Mal wieder ein
schönes Erlebnis! Unci
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Uncis
2000er Barfußberichte
(zusammengefasst aus Forumberichten in 2000)
Pünktlich zum 31. Jänner sind frühlingshafte
Temperaturen eingekehrt (Natürlich erst nach einem Wochenende mit Sauwetter.).
Ich war nicht der einzige in dieser Stadt, der es gleich im Sinne dieses Forums
ausgenützt hat. ;)
[Hallo Unci, bist Du des Freistaats
Sachsen überdrüssig geworden ? Georg]
Ich komm halt aus verschiedenen gründen in der weltgeschichtet rum. :) Das hat
nichts mit überdruss zu tun (schließlich bin ich schon 2000 wieder in Sachsen
zu finden). Heute hier, morgen dort .... wer was werden will, muss mobil sein.
Mobilität und schuhe passen aber nicht zueinander (um wieder die kurve zum
Forum zu kriegen) ;)
[Kaum einer hat geschaut, nicht einmal die vielen Kinder, die ich getroffen
habe. Es schien offenbar ganz normal zu sein, am 1. Februar barfuß zu laufen. Roland]
Auch ich habe heute wieder die Saison ausgekostet. :) Bei über 10 Grad ist das
ja tatsächlich "ganz normal". Aber die meisten anderen waren nach dem
Kalender, nicht nach dem Thermometer, gekleidet. Ein häufig anzutreffendes
Phänomen - Monat mit "r" heißt sich unheimlich warm anziehen. Ich
hoffe sehr, das Wetter ist am Wochenende auch noch so schön, dann kann ich
endlich ins Gebirge und die lang ersehnte längere Schneewanderung antreten.
Unci Unci ... aus Graz
[Konntest du in Österreich auch so ungehindert und konsequent
barfußlaufen? Moritz]
Na ja. Wenn die Stadt mit einem Eispanzer überzogen ist, der
stellenweise mit Grobsplitt und Salz verziert ist, macht das auch dem härtest gesottenen
keinen rechten Spaß.
Im Dezember war es stellenweise so
warm, dass ich einmal eine längere Wanderung übernommen habe, bergauf im
Herbstlaub (ich habe wohl auch hier darüber berichtet). Nach Weihnachten habe
ich einmal einen Schlitten strammen Schritts bergauf gezogen und war dann oben
so "von innen heraus" warm, dass ich ca. 10 Minuten barfuß im Schnee
herumtollen konnte (sonderbarerweise hat sich dem niemand von meinen Begleitern
angeschlossen).
Und im Februar ging es auch einige Tage, als die Sonne gerade
wieder herauskam. Aber ich lebe ehrlich gesagt nach der Devise "lieber tun
als darüber zu schreiben" .... es fällt mir nicht jedes Mal ein
spannungsreicher Bericht ein. "Heute war ich wieder barfuß im Park. Es hat
kaum jemanden gewundert." Das ist doch langweilig ....
Am Sonntag war endlich mal wieder schöneres Wetter. Also habe ich die erste
längere Barfußwanderung des Jahres unternommen. Trotz der längeren
Unterbrechung habe ich den teilweise scharfkantigen Schotter so gut wie
beschwerdefrei überstanden. "Hautwachstum" ist also doch nichts
kurzfristiges - die Fähigkeit zur Bewältigung "unangenehmer"
Bodentexturen ist eher eine, die nie verloren geht, wie schwimmen, Rad fahren oder
Klavier spielen. Natürlich spielt die richtige "Gehtechnik" da
auch mit rein. Nein, ich habe jetzt keinen Shore - Härtetest meiner Hornhaut
unternommen :) ...
Nachdem nun so richtig schön die Sonne rausgekommen ist, bin ich auch nicht
mehr allein. Überall entlang der Oberelbe gibt es Kinder und Junggebliebene,
die ihre Füße im Flusswasser kühlen oder sich nach getaner Wanderung ihrer
klobigen Wanderstiefel entledigen und sich damit etwas Luft verschaffen.
Erst
gar keine mitgenommen zu haben, ist natürlich angesichts der zu schleppenden
Masse ein deutlicher Vorteil. Unci
Hallo Unci! Ich glaube, dass es dem gemeinen Bundesbürger auch nicht im entferntesten einmal in den Sinn kommen könnte, die Benutzung von Wanderschuhen überhaupt in Frage zu stellen. Wanderschuhe sind, wie der Name schon sagt, zum wandern da, basta! Da kann es so warm sein, wie es will. ;-) Grüße, Berni(N)
Da haben sie schließlich auch viel Geld für
bezahlt! :-)
Ich denke, das ist auch allgemein ein Grund dafür, immer Schuhe anzuziehen. Die
vielen schönen Paare waren alle teuer ... und dann die einfach in die Ecke
stellen?? Und da beim Geld bekanntlich der Spaß aufhört, wirkt doch jeder der
im Gegensatz zur breiten Masse verzichtet (auf schöne Wanderschuhe, z.B. ...)
provokant (ein bisschen ist das auch gewollt, von mir jedenfalls).
Bis bald, [asc]
Heute im Kino (wo ich schon öfters ohne Schuhe und Probleme war) verlangte die Kartenabreißerin von mir, beim nächsten mal mit Schuhen zu kommen, weil das ein öffentliches Gebäude sei. Ich teilte ihr meine Auffassung mit, dass gerade das es doch ausschließt, Kunden aufgrund der Wahl ihrer Fußbekleidung nicht einzulassen, und dass eine Zurückweisung sicher nicht im Sinn der Betreibergesellschaft sein dürfte. Dann begab ich mich in den Saal, um den Film zu genießen. Unci
Lieber Unci, irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, Du legst es auf Konfrontation an. Kino, Mensa, Lidl ... immer hast Du Ärger. Hast DU dafür eine Erklärung ? Ich gehe zwar nur gelegentlich barfuß, dann aber auch unter Menschen, in die Innenstadt (Hamburg), Kaufhaus, Kino etc. Bei mir: Keine Probleme !! Olli
In der Mensa noch
nie. Auch sonst gehen die meisten Tage ohne Konfrontation ab.
Die stärksten Zurückweisungen habe ich in Museen erlebt. Ich gebe mein bestes,
jede Konfrontation zu vermeiden; ich bin ein guter Kunde, aufmerksamer und
vorsichtiger Museumsbesucher, und so weiter. Ich trete unprovokant und unauffällig
auf und bin auch sonst nicht provokativ gekleidet.
[Hast DU dafür eine Erklärung ?]
Gewisse Leute verlieren lieber Kunden, als von ihrem eigenen fußfeindlichen
Weltbild abzurücken.
[Bei mir: Keine Probleme !!]
Auch bei mir an den meisten Tagen keine Probleme. Nur ist das so unspektakulär,
dass ich nicht jedes Mal schreibe "Heute war ich im
Kaufhaus/Kino/Friseursalon/...., ich trug keine Schuhe, aber niemandem hat das
was ausgemacht". Unci
Um objektiv darzustellen, wie wenig Probleme es
im allgemeinen mit der Barfußakzeptanz gibt, müsste man das eigentlich auch
schreiben!
Zugegeben, das wäre auf Dauer langweilig -- aber wenn man hier immer nur die
seltenen Konflikte diskutiert, wird der unbefangene Leser in die Irre geleitet
und stellt sich das Barfußlaufen in der Öffentlichkeit wie einen Spießrutenlauf
vor. Auch wenn positive Erfahrungen die Regel und deshalb nichts Besonderes
sind, sollte man sie an alle weiterzugeben, die Lust zum Barfußlaufen, aber
noch keine Erfahrung haben.
Natürlich kann das nicht für jede barfüßige Besorgung, Bahnfahrt, Wanderung
etc. ein eigener Beitrag sein, aber gelegentlich sollte man schon die Realität
würdigen: dass Barfußlaufen fast immer völlig konfliktfrei abläuft! Dass es
provokant wirkt, konnte ich jedenfalls noch nie feststellen.
Serfuß, Lorenz
"Das muss doch weh tun!" So der Kommentar eines Herrn heute, der
mir auf einem Gehweg mit Kiesbelag entgegenkam. Antwort natürlich: "Nein,
das tut überhaupt nicht weh!"
Ich dachte kurz darüber nach: für einen
völlig Ungeübten wäre dieser Weg vermutlich tatsächlich unangenehm. Aber
nicht lange, denn jeder Schritt ist Training. Schade nur, dass die meisten Leute
gar nicht weit genug gehen, dass ein Trainingseffekt eintritt. Seit Wochen keine
Socken in der Wäsche :) Unci
Herbstwaldspaziergang. Heute schien die Sonne, das habe ich gleich ausgenutzt
zu einem zweieinhalbstündigen Waldspaziergang.
Ich bin gern im Laubwald an
einem sonnigen Herbsttag: die niedrigstehende Sonne scheint flach an
Hunderten
kahler grauer Baumstämme vorbei und wärmt den dick mit weichem Herbstlaub
bedeckten Waldboden. Eine eigenartige Stille herrscht im Wald - außer dem
Rascheln der eigenen Schritte im Laub sind nur entfernte Verkehrsgeräusche zu
hören.
Ich hatte heute kein Thermometer dabei, aber die Wettervorhersage hat
bis zu 8 °C angekündigt. Wie fühlt sich da der Boden an? Am angenehmsten
dort, wo viel Laub liegt (ist weich und isoliert gut) und die Sonne hinscheint.
Auf der Sonnenseite könnte ich ewig barfuß gehen! Im Schatten (etwa an
Nordhängen oder hinter Nadelwaldabschnitten) ist das gleiche Laub weit kälter
und feucht. Teilweise gab es sogar noch Reif (lässt auf Nachtfrost schließen).
Bei schnellem Gehen ist auch das noch auszuhalten; härter wird es bei diesen
Temperaturen allerdings auf geschotterten Wegen. Also lieber auf den Nebenwegen
bleiben.
Auch schön: manchmal gibt es Moos, und an einer Stelle erreichte ich
einen dicht bewachsenen Sumpf, in den ich an einer Stelle tief genug einsank,
dass meine Hose danach nicht mehr ganz so stadtfein aussah ... Natürlich ist
auch im üppigen Herbstlaub ein weicher Gang und der Blick auf den Weg
unumgänglich. Es könnte sich ja etwas darunter verstecken. Aber insgesamt
machen die Blätter das Gehen doch deutlich angenehmer.
Den erwünschten
Dauerwärmezustand haben meine Füße allerdings erst nach ca. einer Stunde
zügigem Gehen erreicht. Davor wurden sie kalt und wieder warm, je nach
Bodenzustand. Mit kalten Füßen ist es allerdings nicht gut möglich,
schwierige Untergründe zu meistern (zum Beispiel im Wald, fernab jedes Weges).
Am Ende jedoch hätte ich auch gut im Schnee weitergehen können. Nur meine
Finger wurden kalt. Konzentriert der Körper die Wärme auf seine aktiven Teile
und entzieht dabei anderen Körperteilen die Wärme?
Es ist jedenfalls immer
wieder schön - barfuß und fernab der Hauptwege fühle ich mich viel mehr mit
dem Wald verwachsen. Ich kann das nur jedem empfehlen, auch in dieser
Jahreszeit: wenn die Sonne scheint, ab in den Wald! Unci
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