Jürgen
(doggo) übt auf der Finnenbahn barfuß für den Sommer
(aus verschiedenen Forumbeiträgen im Winter 1998/99)
Hi. Ich will die Gelegenheit mal nutzen und mich auch mal
hier vorstellen ... auch durch den tatkräftigen Einfluss von unci
gehe ich so seit Mitte letzten Jahres gelegentlich mal barfuß. Soviel erst mal zur
Kurzinfo, jedenfalls lese ich hier jetzt auch aktiv mit. ...
So, jetzt mal etwas ausführlicher, da mehr Zeit. Also, mein Name ist Jürgen, ich komme
aus Bremerhaven (Mitteldeutschland ;)) und bin im zarten Alter von 18 Jahren. Seit Anfang
1998 laufe ich gelegentlich mal barfuß, nach einem Besuch bei Unci hab ich schon eine
Nacht im Zug sowie einen Morgen in München verbracht (zumindest solange, bis ich aus der
U-Bahn rauskam ... - strömender Regen ;)) und durch den Einfluss von unci - sierten
Kollaborateuren in München *g* hab ich tatsächlich schon mal einen Tag barfuß in
München verbracht, was mir auch sehr gut gefallen hat. Hier zuhause laufe ich meistens
nur im Haus barfuß, einfach aus dem Grund, weil diese Stadt einfach nur ein altes
versifftes Dreckloch ist, und es unmöglich ist, 2 Meter zu laufen, ohne irgendwo
reinzutreten. Allerdings gibt es hier einen schönen großen Park mit einer 2km langen
Finnenbahn, wo ich im Moment öfter mal für den Sommer übe (mittlerweile schaff ich
schon 20 Minuten am Stück), denn im Sommer bin ich meistens weg, und wenn ich weg bin,
laufe ich auch oft barfuß. ...
Hi folks. Heute war endlich mal schönes Wetter, nach umzugsbedingter
Barfußtotalabstinenz am Wochenende konnte ich heute endlich die Gelegenheit ergreifen und
gegen Mittag kurz meine übliche Runde im Speckenbütteler Park drehen. Ich muss
sagen, dass die Rindenmulchbahn wieder ein völlig anderes Lauferlebnis ist, wenn sie nicht so
mit kaltem Wasser vollgesogen ist wie auf meinen bisherigen Spaziergängen. An einer
Stelle, an der die Sonne gut herankommen konnte, war der Untergrund sogar schon so warm,
dass ich gut auch längere Zeit stehen bleiben konnte, ohne kalte Füße zu bekommen. Der
Frühling kommt mit Macht!
Nach ca. 45 Minuten hab ich dann meine Füße wieder eingesperrt und bin shoppen gegangen,
jedoch hab ich mich später im Zug spontan entschlossen, die Schuhe wieder auszuziehen (es
war ziemlich leer, 1. Abteil gleich vor der Lok) und die ca. 1.7 km nach Hause barfuß zu
gehen. Alles in allem also heute schon gut 1.5 schuhlose Stunden, und ich habe mir
vorgenommen, öfter mal vom Bahnhof zurückzulaufen... Die obligatorischen dummen Blicke
gab's natürlich auch, wenn auch nicht in dem Ausmaß, wie ich es eigentlich erwartet
hatte.
Ich hätte vielleicht erst durch den ganzen Zug laufen und vorne aussteigen sollen.. :))
Tja, soviel erst mal zu mir, wer Fragen hat, möge fragen. :) Jürgen (doggo)
ist es in unserer Kolonie [:)] wirklich so schlimm? ...
Ich hatte bis jetzt noch nie den Eindruck, dass Bremerhaven so dreckig ist - aber
vielleicht kenne ich unseren Außenposten auch nur nicht gut genug. Timu
Sag das "Kolonie" noch mal und ich komm' vorbei und tret' dir auf die Füße.
Barfuß, versteht sich.
*mit dem VBN-Plus wedel* :Þ ... Gewisse Bezirke ... es gibt Orte, die sauber sind, aber
das sind Betonwüsten ... und immer nur auf der Mittelinsel der Stresemannstraße laufen
wird auch irgendwann langweilig :) Jürgen
Na ja, meine Kenntnis von Bremerhaven beschränkt sich auch mehr auf das Gebiet um das
Columbuscenter und den Bahnhof. Ciao, Timu
Womit wir schon mal die zwei am stärksten kaugummi-/ kippenverseuchten Zonen hätten.
Allerdings muss ich anmerken: Am Bahnhof rechts rein, 200m geradeaus -- Park :)
Vielleicht sollte ich das mal auf einer Webpage zusammenstellen, die Stadt ist nämlich
eigentlich recht interessant, wenn man weiß, wo man laufen kann/ es besser lassen sollte.
Jürgen
Hab ich also noch einen auf dem gewissen? Das wäre dann mindestens der dritte, der meinem "schlechten" Einfluss zum Opfer fällt .... (auch wenn ich die anderen beiden bisher noch nicht zum hier mitschreiben überreden konnte) unci
Hi Jürgen, darf ich gleich mal loslegen?
1. Was bitte ist eine Finnenbahn? Scheint ja irgendwas ideales für Barfüße zu sein?
2. Wie schafft unci das, jemand so schnell zum Barfüßer zu machen?? Oder war er dir nur
Vorbild, einfach zu tun, was du schon "immer" gern getan hättest, aber nicht
gewagt hast ??
3. Verzeih mir meine indiskrete Frage, aber hat das vielleicht auch ein bisschen
was mit
"nicht von jedem gesehen werden wollen" zu tun, dass du zu Hause nicht barfuß
läufst?? Oder findest du den Bremerhavener Straßendreck dreckiger als
fußsohlenschwärzende Züge und U-Bahnen ??
4. Hast du bei deinen sommerlichen Unternehmungen schon Erfahrungen sammeln können über
die Barfußfreundlichkeit und -häufigkeit verschiedener Städte/Gegenden/Länder?
Barfüßer-Gruß Moritz
Hm..schwierig zu beschreiben. Das ist halt eine Bahn, die mit Rindenstücken ausgelegt ist. Ist hier im Speckenbütteler Park schön gelegen und einfach von daher pfotenfreundlich, weil das Material durch die vielen Jogger recht plattgetrampelt ist und daher eine Konsistenz ähnlich Waldboden hat. Vielleicht sollte ich mal ein Bild machen ... Jürgen
Ein Bild von jemandem, der baren Fußes auf diesem
Untergrund läuft, könnte ich gut für meine Homepage
gebrauchen! Schon länger denke ich über eine Alternative für den scharfkantigen
Schotter nach, der leider mit großer Vorliebe bei der Befestigung von Wanderwegen benutzt
wird. In Form von Rindenmulch haben wir sie!
Jetzt fragt sich noch, wie man diese Erkenntnis den Wegebauern vermittelt. Vielleicht
läuft man bei Naturschutz- und Wandervereinen mit diesem Vorschlag offene Türen ein? Ich
nehme mir mal vor, Kontakt zu Natur- und Wanderzeitschriften aufzunehmen und dieses Thema
vorzuschlagen.
Wer hat sonst noch Ideen, wo man sich in diesem Sinne einbringen kann? Serfuß, Lorenz
Zum Thema Wegebauen habe ich schon meine Erfahrungen
gemacht. Als wir letztes Jahr einen kleinen Fußweg vom Haus weg anlegen wollten, habe ich
die Idee mit den Rindenmulch auch eingebracht. Unser Landschaftsgärtner riet uns davon
ab, da der Verrottungsprozess schnell einsetzt und somit mit Folgekosten zu rechnen sei.
Die Hausverwaltung teilte seine Meinung und so liegt heute ein Mergelweg vor unserem Haus,
pflegeleicht und unverwüstlich.
Das gleiche Problem wird sich bei Wanderwegen stellen, jedoch nicht wie bei uns auf 10
Metern sondern kilometerweise. Die Kosten für die Sanierung solcher Mulchwege wird
niemand übernehmen wollen. Schotter ist halt haltbarer und auch für die Forstwirtschaft
sinnvoller, wenn sie mit Ihrem schweren Arbeitsgerät über Wald und Wanderwege müssen.
Einfacher ist es da schon seine eigenen Wanderrouten zu erkunden.
Auf der Finnenbahn wird Mulch aus gesundheitlichen Gründen eingesetzt, da es beim joggen
die Gelenke schont. Füße an alle Bully
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Jürgen
erlebt 24 schuhlose Frühlingsstunden
(Forumbeitrag im Frühjahr 1999)
'N'abend Zielgruppe. Heute sind das erste Mal
vierundzwanzig schuhlose Stunden vergangen.
Gestern gegen 10 Uhr ging's los (die selbstverständlich schuh- und sockenfreie Nachtruhe
rechne ich mal nicht mit *g*), zunächst zu Hause, alles klar, kein Thema.
Nun ja, gegen 14 Uhr musste ich nun leider in die Stadt. Dank vortägiger Beeinflussung
von Unci entschloss ich mich, die Schuhe im Rucksack zu
verstauen und radelte los. Es war auch angenehm warm, so um die 16 bis 18 Grad herum, und
sonnig. Bis zum Zielbahnhof ist auch nichts besonderes vorgefallen, auch nicht im doch
recht vollen Zug. In der Stadt schließlich schlich ich mich auffällig unauffällig erst
zur Post und dann in den nächsten Bus. Dort passierte außer einigen gackernden
Vierzehnjähriginnen :] auch nichts besonderes.
Nun, was soll ich sagen, die erwarteten Reaktionen blieben halt einfach aus. In der
Fußgängerzone und im Einkaufszentrum färbten sich dann meine Sohlen so gemächlich
einem Dunkelgrau entgegen, so dass ich mich entschloss, mal etwas am Deich zu entspannen.
Der Weg dahin war leider von Glassplittern gespickt, die sich in den Fugen des
Kopfsteinpflasters verfangen hatten, war aber noch erträglich. Der Weserdeich war dem
Wetter entsprechend gut gefüllt, es gab auch einige bemitleidende Blicke von
wintermantelbehangenen älteren Damen, allerdings auch öfter mal ein Lächeln, als ich
über die Wiese stapfte.
Nach 30 Minuten in der prallen Sonne ging's weiter, wobei ich sagen muss, dass mir dabei
die Füße doch recht wehtaten. War wohl ein beginnender Sonnenbrand. Der Rest ist schnell
erzählt: barfuß in den Zug, aufs Rad und nach Hause, dann am nächsten Morgen noch die
Gartenarbeit erledigt und erst zum Rasenmähen heute um 14 Uhr wieder die Schuhe
angezogen. Ich muss sagen, gestern haben sich einige Bedenken dem Barfußlaufen gegenüber
schlagartig in Luft aufgelöst.
Ich will nur hoffen, dass die Stadt auch so sauber bleibt, wenn hier erst mal wieder die
ganzen Touristen rumkreuchen.
optimistisch Jürgen
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