Ansche
macht das Barfußlaufen Spaß
(Forumbeiträge im Herbst 2003)
Ich bin 19 Jahre alt und habe gerade mein Abitur hinter mich gebracht. :-)
Also, in der Schule war das auch immer o.k.. Anfangs ein paar dumme Sprüche,
aber der richtige Satz dazu und das richtige Lächeln haben die Stimmen wohl
ersterben lassen. Irgendwann ist das dann halt "die ohne Schuhe".
Ich bin eigentlich "immer" barfuß bis auf ein paar Ausnahmen, die
aber kaum zählbar sind, z. B. jobbe ich zur Zeit und wenn ich dort keine Schuhe
anziehen würde, würde ich Ärger bekommen ;-)
Kann man nichts machen, aber das stört mich nicht wirklich.
Sobald ich wieder außerhalb des Arbeits"marktes" bin, kann ich wieder
machen, was ich möchte.
Ich laufe ja barfuß, weil es Spaß macht und nicht weil ich einen Marathon
aufstellen möchte: "Ich bin schon seit 345 Monaten barfuß unterwegs
..." oder so ähnlich ... das will ich ja nicht :-)
Erst heute bin ich barfuß über eine frisch gemähte Wiese gelaufen. Da habe
ich die Augen zugemacht und mir vorgestellt, ich schreite über ein Wattemeer.
Mal ehrlich: Wer Schuhe anhat, verpasst etwas! ;-) ...
[Ich habe langsam wirklich ein barfüßiges Existenzproblem (wegen sinkender
Temperaturen)]
Wowi! Nenn es doch nicht gleich barfüßiges Existenzproblem. Sicher, ist es
eine andere Lebenseinstellung, aber es ist auf alle Fälle eine Leidenschaft,
die Spaß machen soll, oder? :-)
Dagegen ankommen geht nicht. Man kann sich etwas daran gewöhnen, aber ich
glaube hier sind viele, die nicht den ganzen Winter durch barfuß laufen. Ich
auch nicht. Einige dagegen schaffen es rigoros barfuß zu laufen. Das ist
verschieden von Mensch zu Mensch, denke ich. So wie es jedem Spaß macht.
Ich mag einfach jede Jahreszeit. Sicher ist es am Schönsten in den wärmeren
Monaten barfuß zu laufen, aber ich mag mich in dieser ulkigen Verkleidung
Wollpulli, Handschuhe, Wollmütze, ne dicke Cordhose und dann barfuß mit dem
Hund raus.
Das ist irgendwie witzig und da sowieso viele im Ort denken, dass mit mir etwas
nicht stimmt ...
Allerdings ist es nicht so toll, wenn deine Füße einmal nass werden. Wegen
Schnee oder frostigen Matschpfützen. Da frieren die Füße langsam schön ein
und werden gefühllos. Dann macht das Barfußlaufen auch eigentlich keinen Spaß
mehr und da ziehe ich auch meine Grenze, die natürlich bei jedem woanders
liegt. :-)
Kalte gefrorene Winterböden sind o.k., aber wenn es nasskalt ist, könnte ich
nicht länger als 20 min barfuß herumlaufen, wenn ich nicht irgendwo irgendwann
ins Warme komme. ...
Auch ich habe eine Grenze. Ich setze sie meistens bei der "Schmerz"grenze
:-).
Ich bin schon bei Minusgraden gelaufen. Es geht auf alle Fälle, aber als ich
mal richtig nasse Füße hatte und für längere Zeit (es waren 53 Minuten ...
ich habe sie gezählt!) keinen warmen Boden unter meinen Füßen hatte, hatte
ich für die Januarwochen schließlich schon etwas die Schnauze voll. Muss ja
Spaß machen, oder?
Wie sieht das denn aus, wenn ich mit schmerzverzerrtem Gesicht und leidend
barfuß durch die Innenstadt tingele und allen auf die Frage hin, warum ich denn
barfuß laufe, erzähle, dass es so ein erfrischend positives Lebensgefühl ist?
*ggg*
Lieber nicht, schätze ich, oder?
[Frage: hast du schon mehrere Winter überstanden?]
Bei mir sind es nun drei Winter. Ich laufe zwar zwischendurch schon etwas
länger barfuß, aber so rigoros erst ein bisschen länger als drei Jahre. Bei
denen habe ich es gehalten, wie ich es schon beschrieben habe. Einfach ohne viel
Gedanken zu machen :-)
Sicher, man kann wenigstens Stulpen anziehen, damit die kalte Luft die Beine
nicht so hochzieht. Vor einem etwas längerem Winterspaziergang creme ich mir
die Füße und das Gesicht auch oft mit Melkfett ein, einfach wegen dem
frostigen Wind, aber...
... das sind so Tipps ... ich weiß nicht
Jeder sollte laufen wie er mag. Und jeder sollte es handhaben wie er möchte.
...
Wie ich schon mal in einem vorherigen Posting geschrieben habe, hat es immer
etwas damit zu tun, dass es Spaß machen muss und nicht unangenehm werden darf.
Vielleicht könnte ich mich als 10Monate-Barfüßerin bezeichnen, aber
barfußlaufende Personen unbedingt in Kategorien einteilen zu müssen, ist
sowieso totaler Humbug! :-)
Ich bin momentan auch noch öfters barfuß draußen, aber an manchen Tagen
werden sie so gefühllos und wenn man dann nicht so schnell nicht in wärmere
"Gefilde" kommt, könnte es doch leicht unangenehm werden.*gg*
Ein richtiges interessantes Gefühl ist es, wenn man gerade barfuß über eine
Stunde mit dem Hund im eisigen Feld unterwegs war, und sich dann Zuhause mit
einer warmen Tasse Tee sich an die Heizung setzt.
Da fließt das Blut wieder so schön warm in die Füße, so dass ich manchmal
das Gefühl habe, ich hätte mir Finalgon unter die Sohlen geschmiert. Kennt ihr
das?
Dann freut man sich eigentlich wieder auf das nächste Wintererlebnis!
Wünsche viel Spaß im Winter 2003/2004 und friert nicht irgendwo fest!
wünscht Ansche allen Barfüßern
Zur Zeit beschränkt
sich meine barfüssige Freizeit auf Disco, Feten im geschlossenen Raum oder
einfach das Müll runtertragen, was schon von einigen als komisch betrachtet
wird.
An Silvester bin ich um Mitternacht für 10 Minuten barfüßig im
Treppenflur gestanden. Ich trage auch Zehenschmuck, an 3 Zehen hab ich Ringe.
Alles Anfertigungen aus meinem Urlaub letzten Sommer.
bis bald ... Sanna aus Darmstadt
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