Andy durfte als Kind wenigstens barfuß auf die Schulwiese
(Forumbeitrag im Herbst 1998)
Bei uns war es in der sogenannten "Volksschule"
(ich glaube, in Deutschland sagt man Grundschule) auch manchmal an der Tagesordnung, barfuß Sport zu machen. Aber wie gesagt - und ich erinnere
mich noch daran - nur manchmal. Einzige Ausnahme für mich war damals die Tatsache, dass
ich mich bei einem Judo-Grundkurs eingeschrieben hatte - ein reiner Barfuß - Sport
:-))
Ansonsten war es in dieser Zeit wenigstens im Sommer so, dass
wir geschlossen in der großen Pause auf die Schulwiese hinaus durften und mit Genehmigung der Lehrer durften wir
da barfuß gehen ... ich erinnere mich noch gut, wie wir alle rausgestürmt sind und dann
ist binnen Sekunden irgendwo im Eck ein Riesenhaufen an Schuhen und Socken liegengeblieben
:-)
Na ja, mit der Zeit wurde es dann leider auch so, wie Du es beschrieben hast: Man ist dann
irgendwie immer mehr in diesen Zwang hineingewachsen und man traut sich dann irgendwie
nicht. Es ist Hochsommer und du sitzt mit Turnschuhen und Frotteesocken in der Klasse. Ich
kann mich noch gut erinnern, dass ich diese Norm einmal durchbrochen habe - sprich ich hab
es GEWAGT, Schuhe OHNE Socken zu tragen mit dem Enderfolg: "He schau mal, der kann
sich nicht einmal Socken leisten!"
Ich weiß nicht, ob das auch schon irgendwem von Euch so gegangen ist, aber wenn man dann
der einzige in so einer Situation ist (in einer Klasse!) ... Puh!!!! Irgendwie kommt man
sich dann mit der Zeit blöd vor und kapselt sich irgendwie ab bzw. kommt sich mit dieser "Vorliebe" irgendwie total allein vor.
Sehen wir´s doch mal so: Jetzt haben wir uns hier alle kennengelernt und jeder hat (mehr
oder weniger) geglaubt, dass er/sie der/die einzige ist, die heimlich irgendwo hinfahren,
um einen Inkognito- Barfuß- Spaziergang zu genießen.
Bis dahin grüßt Euch barfüßigst (was sonst?) Andy
PS: Für alle, die´s noch nicht wissen: Österreicher, 26 :-))
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