[Andreas wandert und geht im Sommer barfuß] [Barfußlaufen als Marathonvorbereitung]

Andreas (Koeln) wandert und geht seit Jahren im Sommer barfuß
(zusammengefasst aus verschiedenen Forumbeiträgen im Herbst 1999)

Hallo liebe Barfüßerinnen und Barfüßer, vor ca. 4 Monaten habe ich Euer Forum entdeckt und habe seitdem fast täglich mal "vorbeigeschaut". Jetzt möchte ich mal kurz etwas dazu beitragen.
Ich bin 28 Jahre alt und wohne in Koeln. Ich laufe seit einigen Jahren, so oft es möglich ist, barfuß und bin, allerdings fast nur auf die Sommermonate beschränkt, mit einer gewissen Schwarz - Färbung der Fußsohlen unterwegs.
Mein bestes (barfüßiges) Ausflugsziel liegt wenige Kilometer von Köln entfernt. Es ist ein See, in dem zwei kleine Inseln liegen. Vor zwei Wochen machten dort zwei junge Mädchen Picknick. Sie waren voller Begeisterung und wollten auch gleich barfuß durch dieses Gebiet laufen.
Auf dem Weg nach Hause beschloss ich, die Schuhe auszulassen. Die Sonne war fast untergegangen und der Wind wurde kühler. Die ersten Leute mit Strickjacke (und natürlich mit Schuhen) kamen mir entgegen und schauten mich verwundert an. Schade, dass so wenig Leute wissen, wie warm der Asphalt-Boden noch ist! Sie hätten sich einfach die Schuhe ausziehen sollen ...
Der See heißt "Hürther Waldsee" und liegt neben dem bekannteren Otto-Maigler-See in Hürth-Burbach (westlich von Köln) ...
Erstaunlich, wie rabenschwarz die Fußsohlen allmählich werden. Mit dem Sauberwaschen zu Hause kam ich da kaum noch nach - aber muss ja auch nicht sein! ...
Ich bin eher außerhalb der Stadt unterwegs, wie z.B. am Baggersee (siehe weiter oben) oder im Wald. Zur Uni kann ich selbst daher weniger an Erfahrungsberichten beitragen - nur dass ich in diesem Jahr mehr Barfüßer/innen gesehen habe als früher.
Viele Grüße, Andreas (Koeln)

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Barfußlaufen als Marathonvorbereitung
(zusammengefasst aus verschiedenen Forumbeiträgen seit Herbst 1999)

Letzten Sonntag habe ich am Koeln - Marathon teilgenommen und bei Kilometer 8 sah ich eine Frau, die barfuß lief. In der Masse an Leuten zu Beginn des Marathons konnte ich sie nicht darauf ansprechen, jedoch waren von den anderen Läufern in der Nähe nur Kommentare zu hören, die von Anerkennung bis Bewunderung reichten. Ob sie im Ziel angekommen ist, weiß ich nicht. Jedenfalls wird sie keinen "Hindernislauf" um die Pfützen, die später kamen, gemacht haben. Übrigens wird in einem Buch, das über die Vorbereitung zu Marathon - Läufen handelt und unter Mitarbeit der Deutschen Sporthochschule entstanden ist, empfohlen möglichst viel barfuß zu laufen. Weiter stand dort geschrieben, dass die besten Laufschuhe gar keine sind und dass ein guter Laufschuh das Dämpfungsvermögen der Füße so gut wie möglich zu simulieren versucht. Für Euch wird das keine neue Erkenntnis sein. Einen Marathon barfuß zu laufen erscheint mir doch ziemlich hart, ist aber möglich, wie hier im Forum ja auch schon mal erwähnt wurde. ...
Das Buch heißt "Laufen" und ist im Falken-Verlag erschienen (1998). Die Autoren heißen C. Peters und T. Stemper. In einer Ausgabe der Zeitschrift "Runners World", ich glaube die April-Ausgabe war es, stand ein ähnlicher Bericht. Es wurde empfohlen hauptsächlich auf Gras zu laufen und nicht auf Asphalt. Die Belastung der Gelenke wird hauptsächlich durch die Wadenmuskulatur abgefedert. Und um diese gut zu trainieren und Schwächen der Fußmuskulatur auszugleichen wird eben u.a. Barfuß - Laufen empfohlen. Füßliche Grüße an Euch, Andreas (Koeln)

Hallo Andreas, deinen Beitrag über das Barfuß - Laufen (i.S.v. Marathonlauf, Joggen) fand ich ganz interessant. Bisher bin ich da ja recht skeptisch, auf hartem Untergrund barfuß zu joggen und fürchte etwas um meine Gelenke. Ich freue mich auf weitere Beiträge! Gruß Kai

Hallo Andreas, zunächst einmal Willkommen ! im Forum - und schön, dass Du jetzt vom Mitleser zum Mitschreiber gewechselt bist! Dass ich auch Kölner bin, wirst Du in der Zeit des Mitlesens ja mitbekommen haben.
Ich jogge (und das schon lange) barfuß (aber nur zum Entspannen und als bescheidenes Ausdauertraining - und bin im Moment wegen des langen und heißen Sommers, der mir freizeit- und wandermäßig zwar wunderbar, aber lauftechnisch nicht gut bekommen ist, lausig schlecht trainiert). Dabei ziehe ich aber Naturböden (Wiesen, Lehmwege) klar vor; auf Asphalt- und vergleichbaren Böden fühlen sich weder meine Gelenke noch meine Schenkelmuskulatur besonders wohl (ich kann mir allerdings vorstellen, dass sich auch dies trainieren lässt).
Insofern stimmt meine persönliche Erfahrung mit der Aussage des Buches ja durchaus überein.
Machst Du Dein Lauftraining eigentlich häufiger barfuß ?
PS : Kennst Du die Website "running barefoot" von Ken Saxton ? Leider renoviert er gerade sein eigentlich umfangreiches Webangebot, aber falls Du noch nicht dort zu Besuch warst ...

[Machst Du Dein Lauftraining eigentlich häufiger barfuß ?]
Nein, fast gar nicht, da ich oft weitere Strecken gelaufen bin und ich den Marathon ja auch mit Schuhen laufen wollte. Aber, ich denke, kürzere Streckenabschnitte (auf Gras) werde ich, wenn's wärmer ist, mal barfuß laufen. Füßliche Grüße, Andreas

Hallo,
bin am 8.Mai in Mainz beim Gutenberg Marathon die 2/3 Strecke, also 28km, zum ersten mal barfuß gelaufen. Ich hatte weder beim Lauf noch hinterher irgendwelche Beschwerden.
Barfußlaufen tue ich jetzt seit August 2004 ohne größere Verletzungen. Auch über die Wintermonate war ich bei bis zu -4C eine Stunde laufen.
Meine Frage an das Forum, wer hat noch Erfahrungen mit dem Barfußjoggen.?
Frank H.

Hallo Frank, Respekt! Das ist klasse!
Ich jogge auch barfuß, allerdings nicht auf Asphalt, sondern hier in der Sportanlage der Stadt. Da sind drei Fußball-Rasen- bzw. Wiesenplätze und eine Aschenbahn. Da laufe ich barfuß. Meistens so eine halbe Stunde.
Ich habe mir vorgenommen, mal wieder den New York City-Marathon zu gucken, um zu sehen, wie die afrikanischen Läufer das machen, viele von ihnen laufen barfuß und ich möchte gucken, wie sie auftreten. Vorne oder hinten? Oder ganzfüßig? Wie hast du das gemacht?
Und wie waren die Reaktionen der Mitteilnehmer/Zuschauer/Orga?
Viele Grüße, Nicole 

Das Auftreten mit der Ferse kann ich mir bei der langen Strecke überhaupt nicht vorstellen.
Ich bin selber kein Läufer, mache aber bei meinen Hundespaziergängen regelmäßig kleine Sprints. Da merke ich ganz deutlich, dass sich bei mir der Effekt eingestellt hat, über den hier im Forum vielfach berichtet wird. Der Vorfußlauf stellt sich einfach bei permanentem Barfußlaufen ganz von alleine ein. Wenn ich heute auf Asphalt gehe und die Ferse zuerst aufsetze, kommen mir die ungefederten Stöße in die Wirbelsäule ganz unglaublich heftig vor. Ich kann jedes Ausetzen bis in den Hinterkopf hinnein als harten Schlag spüren. Da kann ich dann kaum noch glauben, dass ich 36 Jahre meines Lebens meine Wirbelsäule derart belastet habe! ...
Bei mir stellt sich nämlich gerade der Effekt ein, von dem ich hier schon vielfach gelesen habe. Mein Körper scheint sich umzuprogrammieren und den von der Evolution offenbar mal für uns entwickelten Vorfußlauf wieder zu entdecken.
Ich bin früher immer so gelaufen. Meine Mutter sagte dann immer "...lauf doch nicht auf Zehenspitzen...!" und war dabei einigermaßen verzweifelt, weil ich etliche Schuhsohlen durchgeschliffen habe. Ich erinnere mich an mehrere Übungsspaziergänge, bei denen ich lernen sollte, die Ferse zuerst aufzusetzen und dann den ganzen Fuß abzurollen. Meine Rettung war dann die Schulärztin, die sagte, ich solle ruhig so weiterlaufen, das sei gut für die Fußmuskulatur.
Aktuell laufe ich jetzt ein gutes Jahr barfuß. Bei Sprints geht es überhaupt nicht mehr anders, da laufe ich schon eine ganze Weile über den Vorfuß. Nun ist es aber inzwischen so, dass ich richtig ob der Erschütterungen im Körper erschrecke, wenn ich ab und an mal beim normalen Gehen mit der Ferse zuerst aufsetze. Und neuerdings fange ich auch an, in Schuhen so zu laufen, also wie früher, als kleiner Junge. Da merkt mann dann schnell, dass ein normaler Straßenschuh dafür nicht gemacht ist. Ich habe dann dann dringende Bedürfnis, die Schuhe auszuziehen. Das allerdings sind die Momente, in denen ich leider Schuhe tragen muss.
Mich würde es also sehr interessieren, wie es jemandem geht, der barfuß große Stecken läuft.
Grüße aus Hamburg, Bernhard

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