[Andreas ist "Alltagsbarfüßer"] [A. heidnischer Glaube ergibt "perfekte Kombination mit Barfuß"]

Andreas (BarefootAndy) ist "Alltagsbarfüßer"
(zusammengefasst aus verschiedenen Forumbeiträgen seit Herbst/ Winter 1998/99)

Also, hier ist nun auch mein erster Gruß in *diesem* Forum, das ja nun ein anderes ist, als etwa die (englischsprachige und internationale) Dirty Sole Society, oder die ebensolche UseNet newsgroup alt.lifestyle.barefoot (Vorsicht! Viel Spam dort zu finden!). Schön, dass es auch dieses Forum gibt. :)
Der Netzmeister (webmaster ), also Michael, schrieb mir eine lobende und einladende Mail ob meiner webpages, und meinte, ich sollte doch mal 'reinschauen, und er würde sich auch über ein link von mir zu ihm sehr freuen.
Also, Plan A: 'reinschauen! - erledigt, und ich bin begeistert :). Die Site ist toll, nett geschrieben, und auch in einer Art, dass allzu besorgte Gemüter eben *nicht* gleich auf die Idee kommt, dass wer keine Schuhe trägt entweder SM'ler oder Fußfetischist sei! Schön gemacht!
Plan B: Link! - ist in Arbeit.. ich muss meine große Link - Seite sowieso mal wieder überarbeiten, und dabei kommen auch einige neue Barfüßer - Links dazu... latürnich inklusive dieser Seite!!
Kurz etwas zu mir: (detaillierte Infos auf meiner Homepage... werb, werb !) Wassermann, 31 erfolgreich absolvierte Geburtstage, Augen: grün, Haare und Bart (beides kurz): braun, Füße: nackt (eigentlich fast immer, es sei denn, es ist unter 5 Grad C kalt...!), in Seele und Outfit Blumenkind, wohnhaft: in einem Bauwagen zusammen mit anderen bunten Leuten auf einer Wiese in Mülheim/Ruhr..., Naturist, Heide, Philanthrop, kreativ, aber mit abgebrochenem Studium... na ja, ein Mensch, halt . Ich denke, das reicht erst einmal als kurze Vorstellung meinerseits. :) ...
Ich bin eher Alltagsbarfüßer, denn Wanderer, und meine letzte Wandererfahrung (samt höllischem Muskelkater in den Waden an den Tagen danach ) war am Wochenende 29./30. August, bei einem Treffen einiger deutscher DSSer, und einiger dortiger Nicht - DSSer, aber auch Barfußwanderer, in Berlin. Doch, ja, die etwa 25 km insgesamt (am Samstag durch die Stückener Heide, südlich von Potsdam, und am Sonntag durch Wannsee, dann an der Havel längs zum Löwen) waren doch sehr sehr nett ... Also, ein DSSer (Oliver Hofmann) hat das ganze organisiert, und es stellte sich heraus, dass er einen nicht - DSS - mitgegliederten Bekannte in Berlin hat, der während dieses Meetings auch unser 'hike guide' war, also die ganzen Wanderwege südlich von Potsdam und in Berlin bereits barfuß erwandert hatte, und diese auch recht gut kante, was die Lage und Beschaffenheit der Wege anging... Der Kontakt, also die e-mail- mäßige Verbreitung der Informationen, ging dann wiederum über die DSS- Mailliste (wieso auch nicht...? Wenn die Amis ihre hikes per DSS ankündigen, wieso dann nicht auch die EuroSoles...? ) ...
Also: den Sinn der DSS sehe ich darin, dass Leute, in deren Ländern das Barfußlaufen eben noch stärker stigmatisiert ist als etwa hier in D-Land (den berühmten "Blick" habe ich ja schon angesprochen...) sich in einem Forum einmal austauschen können.  ...
Das Herbstwetter in letzter Zeit lässt ja den Verdacht aufkommen, dass die Schlauchbootindustrie Schmiergelder an die Wetterämter geschickt hat. Es regnet.  ... Das einzige was sich langsam aber stetig ändert, sind die Temperaturen ... mit leichtem Abwärtstrend.
Aber: nichtsdestotrotz bleibe ich meiner Untergrenze (an die ich einige Male herankam ... 5 Grad C waren's schon einige Male :)) weiterhin treu ... solange kein dauerhafter Bodenfrost herrscht, bleiben meine Füße frei und fröhlich.
Ich genieße außerdem diebisch die Blicke der Leute in öffentlichen Verkehrsmitteln derzeit, die mit Blick auf meine baren Füße dann auch natürlich wie auf Kommando 'dezent' hüsteln, oder schniefen, so als ob sie sagen wollen "Das kriegst *Du* auch noch...!" - aber mitnichten! :)
Ich genieße meine barfüßige Vorliebe speziell bei uns auf der Wagenburg (eine Wiese, die zum Großteil inzwischen knöcheltief unter Matsch und Wasser steht - keine Sorge, da keiner der Bauwagen aufschwimmt, oder Wasser von unten eindringt... ist bis jetzt noch nicht passiert. :))),
Was die alternative Siedlung angeht: ja, ich lebe auf einem Bauwagenplatz, in einem solchen (seit letztem Wochenende endlich in meinem eigenen, einem schnuckeligen, orangenen 5m-Holzwagen), und obwohl das Leben und die Leute dort nichts mit dem bürgerlichen Mainstream zu tun haben, sind dort außer mir keine Dauerbarfüßer, jedoch hat bei sonnigem Wetter nur selten jemand Lust, Schuhe zu tragen, so dass meine nicht die einzigen nackten Zehen sind, die dort sichtbar werden. :) Ach ja, und die ca. 12 Hunde dort sind natürlich auch barpfotig unterwegs. :) ...
Am lustigsten ist es immer noch, wenn man einen Stammsupermarkt hat, in dem man auch dafür bekannt ist, barfuß zu laufen.
Im Penny in Mülheim - Speldorf (unweit unserer Bauwagenburg) ist das so... einer unserer Besucher, der manchmal 'reinschaut, ist der Sohn einer dortigen Kassiererin - und als ich mal dort bei kühlerem Wetter einkaufte, bezahlte, und meinen Wagen rüberschob zu der Ablage, wo man die Waren dann in die Taschen und Beutel umpackt, hörte ich eine ältere Frau entgeistert sagen 'Der war ja ohne Schuhe hier, haben sie DAS gesehen...?' - worauf die Kassiererin nur trocken antwortete: 'Ja, das macht der immer so...' :)) ...
Also, es grüßt mit einem Wackeln der leicht beschmutzten, beringten (2 am rechten Fuß) Zehen (der sog. 'toe-wave'TM),
Euer Andreas ('BarefootAndy')

Doch mit dieser alternativen Lebensform scheint nun Schluss sein zu müssen, wie folgender Fund in der Paperball - Recherche für den Barfuß - Pressespiegel ergab :
Traum vom ungebundenen Leben ist zerplatzt
"Viva Wagenburg" steht in großen Lettern auf einem alten ausrangierten Campingwagen am Eingang des alternativen Wohncamps am Rand der Autobahn. Ein Polizeiauto im Spielzeugformat thront auf dem Dach. Den Wagenburglern hilft in ihrer aussichtslosen Situation nur noch Galgenhumor.
"Mülheim offene Stadt?" fragt ein Transparent scheinheilig, denn als das Theater an der Ruhr im Herbst zum Theaterfestival Gäste aus Zentralasien begrüßte, gab sich die Stadt gerne weltoffen und tolerant. Diese Toleranz vermissen die 15 Dauerbewohner.
"Seit der Wahl hat sich der Wind gedreht", findet Andreas Spring, der seit drei Jahren in der Gemeinschaft lebt. Ein paar hundert Meter weiter, auf Duisburger Gebiet, gehe die Stadt viel selbstverständlicher mit den ungebundenen Alternativen um [...]
An den Lärmpegel haben sich die Bewohner, die hier seit Herbst 1999 ihre Wagen aufgestellt haben, inzwischen gewöhnt und auch mit dem Morast haben sie sich arrangiert. Große Mengen Rindermulch haben sie ausgestreut und alle Wagen mit Holzbohlen verbunden.
Barfuß mit bunt bemalten Füßen und im leichten Röckchen tänzelt Andreas Spring über die Stege. "Der Boden ist hier wie ein Schwamm. Erst nach zehn Tagen Sonne wird die Erde hier trocken und im Sommer kommen die Mückenschwärme", erzählt der 33-Jährige einstige Lehramtskandidat, der sein Studium der Anglistik und der Sozialwissenschaften abgebrochen hat. Alternative Projekte bis zur Nutzung von Solarenergie hatte er vor Augen. Dafür wäre der Standort in der alten Stadtgärtnerei ideal gewesen. In den Nischen hätten sich die Wagen blendend gemacht, schwärmt er. "Den Schandfleck hier hat sich die Stadt selbst eingebrockt."
Andere wollten Gemüse anbauen, unabhängig von Geldwirtschaft werden und mit Gauklern, Musikern und Schauspielern für kulturelle Attraktionen sorgen.
Doch inzwischen sind alle kühnen Träume wie Seifenblasen zerplatzt. In Mülheim wird es definitiv keinen weiteren Standort geben. [...]
Als Obdachlose im Regen stehen lassen will die Stadt die Menschen nicht. Es ist ein buntes Völkchen. Unter den Bewohnern im Alter von 18 bis 50 Jahren finden sich auch Australier, Niederländer, Spanier und ein Brite.
"Wir sind hier alle sehr ausgeprägte Individualisten", erzählt Spring. Er kann sich vorstellen, eine Zeit lang in einer Wohnung zu leben und Geld zu verdienen. Die Wagenburg war nur eine Etappe in seinem Leben, die leider von außen beendet wurde. Einen Job hat er schon. Er soll sich um den Internet-Auftritt einer Disco kümmern. Will er jetzt surfen, geht das nur bei einem Freund, denn Strom liefert hier nur ein kleines Benzinagregat. Später will er dann richtig mit dem Wagen durch Europa ziehen. [...]
[Neue Ruhr Zeitung, 10. 04. 2001]
Hoffen wir für Andreas, dass sich / er eine akzeptable Lösung findet ! Georg

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Andreas heidnischer Glaube ergibt
"eine perfekte Kombination mit dem Barfußlaufen"
(zusammengefasst aus verschiedenen Forumsbeiträgen im Herbst 1998)

Ich hatte in jener Zeit zum ersten Male wohl auch das Gefühl, dass in dem Umfeld der Friedens- und Eine- Welt- Bewegung das Barfußlaufen doch perfekt passend ist. ... Vielleicht hat es einfach mit dem allgemeinen Klischee zu tun, dass vor allem Umwelt- und Friedensbewegung vor allem von sog. 'Ökos' bevölkert sein sollen, die - vornehmlich im Sommer - barfuß 'rumlaufen. Die Konnotation 'barfuß = Hippie' ist ja auch wohlbekannt... (nun, bei meinem nicht unbuntem outfit kommt das auch hin. :)) ...
Darüber hinaus habe ich auch in der Zeit begonnen, mich eher dem heidnischen Glauben hinzuwenden, was ja eigentlich auch im spirituellen Sinne eine perfekte Kombination mit dem Barfußlaufen ergibt. ... Mit 'geistern' (also dem gesammelten Ektoplasma) hat die heidnische Religion eigentlich nun gar nichts zu tun. :) Vielmehr ist das die Form der vorchristlichen Naturreligion, die schon bei den Kelten vorhanden war. Und diese Art von Glauben basiert darauf, dass etwas Göttliches in allem und jedem steckt, und somit für Gläubige eine universelle Pflicht besteht, alles und jeden mit einer dementsprechenden Ehrfurcht zu behandeln. Hauptgottheit in diesem Sinne ist die Erde an sich, als 'Große Göttin', oder 'Mutter', oder auch mit dem Namen 'Gaia' (altgriech. Gaea) verehrt. Göttliche Vaterfigur gibt's auch... das ist dann in der altgriech. Variante 'Kosmos'. So.
Wie passt nun Barfußlaufen ins Bild...? Nun, immerhin ist Barfußlaufen die sanftere Art des Laufens... der Tritt ist lautlos, und selbst auf weichem Boden hinterlässt der nackte Fuß nicht einmal annähernd die gleichen tiefen und wundenähnlichen Spuren, die Schuhe hinterlassen. Also, in dem Sinne, die Erde als etwas (oder auch personifiziert: jemand) Heiliges/(-en) zu achten und zu verehren, ist Barfußlaufen eigentlich das beste. ...
Ich wünsche einen angenehmen Barfußherbst! (Herbstlaub hinterlässt eine so schöne farbliche Zimtnote unter nackten Sohlen...!! :))
Andreas :)

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