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Barfüßiges
Bahnfahren
(Forumbeiträge seit Frühjahr 2000)
Hallo
Forum, ich hoffe Ihr hattet auch die Gelegenheit wie ich und konntet den
heutigen, wundervollen Tag, barfuß genießen.
Wir, mein Sohn und ich, hatten uns vorgenommen die Fotosammlung meines Sohnes
mit Fotos von Lokomotiven und Zügen zu vervollständigen. Dies sollte auf dem Kölner
Hbf geschehen. Warum wir nicht mit dem Zug fuhren, dazu später.
Da ich immer ein Paar Sandalen im Auto liegen habe, störte es ihn nicht, dass ich auf nackten Sohlen zum Auto ging. Als ich das Auto auf einem Parkplatz der
Messe abstellte, mir den Rucksack schulterte, merkte er, dass ich die ganze Zeit
barfuß verbringen wollte. Ich brauchte gar nichts zu sagen. Er zog seine Schuhe
und Strümpfe aus und stellte sie hinter den Sitz. So gingen wir nun unserer
Premiere entgegen.
In der Tat, es war das erste mal, dass ich / wir einen Bahnhof mit baren Füßen
betraten. Dies ist eigentlich auch der Grund warum wir mit dem Auto fuhren.
Barfuß im Zug ? - Kommt vielleicht noch.
Von Messeparkplatz sind wir dann über die Eisenbahnbrücke zum Hbf gegangen.
Viele schauten uns freundlich, einige sogar richtig neidisch hinterher. Als wir
die Bahnhofshalle betraten kam uns Wachpersonal entgegen und ich rechnete damit,
dass sie uns ansprechen würden. Doch sie nahmen überhaupt keine Notiz von
unseren baren Füßen.
Wir suchten uns den ersten Fotostandort auf einem der Bahnsteige. Wir wechselten
mehrfach den Standort und blieben ca. 3 Stunden. In der ganzen Zeit war mir kein
anderer ohne Schuhe aufgefallen. Erst als wir unseren letzten Standort verließen
kam eine Frau barfuß auf den Bahnsteig. Wir warteten noch den Zug nach
Bremerhaven ab (er war schon avisiert), weil ich wissen wollte, ob sie mit Ihrem
Rucksack einsteigen würde. Sie tat es ganz selbstbewusst. An ihrem
Bewegungsablauf und an ihren Fußsohlen konnte man erkennen, dass sie mit
Sicherheit oft barfuß läuft und auch so schon den ganzen Tag so unterwegs war.
Durch dieses Erlebnis motiviert bleiben Schuhe und Auto demnächst einmal direkt
zu Hause.
Den Kölner Bahnhof kann ich als Barfußrevier empfehlen. Hier gibt es keine
Probleme. Wie es auf anderen Bahnhöfen aussieht brauche ich hier wohl nicht zu
schreiben.
Ob jemand, wie ich, auch mal seinen nackten Sohlen das Tasterlebnis "Zug
von innen" ermöglichen will, muss jeder selbst entscheiden. Ich weiß auch
nichts über Reaktionen des Bahnpersonals. Vielleicht habt Ihr ja Erfahrungen
gesammelt.
Zum Abschluss sind wir noch über den Domplatz gewandelt. Durch die Fußgängerzone
und durch die Altstadt wollten wir uns dann nicht mehr antun. Es waren einfach
zu viele Menschen an diesem 01. Mai dort.
In der Hoffnung, dass das Wetter so bleibt grüßt Euch Klaus_sg
[weiß
nichts über Reaktionen des Bahnpersonals. Vielleicht habt Ihr Erfahrungen]
Bislang wurde immer nur meine Fahrkarte kontrolliert, nie meine Füße! Auch im
ICE-Speisewagen wurde ich bedient, allerdings hatte ich auch so viel Anstand,
meine nackten Füße nicht auf den Tisch zu legen.
Beim Aussteigen aus dem Zug wurde ich manchmal von anderen Reisenden freundlich
angesprochen, die entweder vermuteten, dass ich meine Schuhe im Zug vergessen
hatte -- oder die sich einfach für meinen "barefoot Lifestyle"
interessierten. Da kam dann z.B. die spontane Aussage: "zu Hause und im
Garten laufe ich auch unheimlich gerne barfuß, aber in der Stadt ist es mir zu
schmutzig."
Da kommt mir die Idee, dass man das Barfußlaufen in der Stadt polizeilich
anordnen sollte -- damit sich die Leute endlich abgewöhnen, ihren Unrat,
Kaugummis, Dosen, Flaschen etc. auf den Boden zu werfen!!
Stattdessen würde ein gemeinsames Sauberkeitsbedürfnis entstehen. Auch in
Schulen wäre das ein höchst wirkungsvolles erzieherisches Mittel ...
Barfuß mit der Bahn unterwegs zu
sein und diverse Male umzusteigen, war völlig unproblematisch.
Ich achte nicht
mehr darauf, wie die Leute schauen, und habe mir das ängstliche Gehabe
abgewöhnt, dass die Aufmerksamkeit erst auf die bloßen Füße lenkt.
Zu dieser
Sicherheit hat mir ganz wesentlich der Rückhalt verholfen, den wir uns in
diesem Forum immer wieder geben. Zweimal wurde ich gefragt, ob ich meine Schuhe
vergessen habe: von einem jungen Kerl mit aufgetakelter Freundin und von einer
freundlichen älteren Dame, die wirklich glaubte, ich hätte in der Hektik zur
Erreichung eines knappen Anschlusszugs die Schuhe vergessen. Ich meinte dazu, dass
mich die Schuhe beim Spurt nur behindern würden - und erhielt als Antwort:
"Aha, Sie haben ihre Sprinter an!"
Seitens der Fahrgäste oder des
Personals einschließlich Kellner im Speisewagen gab es jedoch keinerlei
Beanstandungen - die meisten werden's wohl gar nicht bemerkt haben.
An einer
Straßenbahnhaltestelle in Würzburg sprach mich eine Dame um die 60 mit leicht
ausländischem Akzent an und fand ganz toll, dass ich barfuß lief. Sie war sich
dessen bewusst, dass sie selbst viel zu selten barfuß geht und war sehr an dem
Faltblatt interessiert, das ich für solche Fälle immer dabei habe.
Der Mainzer
Bahnhof war eine einzige Großbaustelle. Für mich wartete die DB also mit einem
abwechslungsreichen Fühlpfad auf: Sand und Kies wechselte mit rauem und glattem
Asphalt und Steinfliesen.
Toll, was da für das Vergnügen des einzigen
Barfüßers getan wurde! Ich hoffe, der ein oder andere von euch kann dem
Spätsommer auch noch einige Barfußerlebnisse abgewinnen.
Serfuß, Lorenz
Barfuß mit der Bahn und auf Bahnhöfen
Hi! Ich war gestern wieder zwischen Penzberg und Neubrandenburg barfuß
unterwegs (1250 Bahnkilometer oder 10 Stunden). Erschreckend wie normal es
inzwischen genommen wird.
Da ich die Strecke regelmäßig jedes Wochenende fahre,
hab ich ja schon viel gesehen. Seit ich allerdings barfuß fahre (4-5 mal, habe
es satt ständig an aus an aus) ist es inzwischen Normalität. Nicht nur für
mich, sondern auch für andere (scheinbar). Jeder achtet darauf nicht auf meine
Füsse zu treten bzw. keiner stört sich mehr an meinen schwarzen Sohlen (werden
am Bahnhof besonders schwarz). Und auf den Bahnhöfen kann man sehen wie die
Augenpaare über die Klamotten nach unten und wieder nach oben wandern. Dann
gehen sie blitzartig nochmal nach unten zu den Füssen, dann wieder nach oben
(so nach dem Motto "der sieht doch total normal und anständig aus) und das
wars dann. Kein Gespräch, kein dummer Kommentar, nichts.
Was soll ich sagen...
inzwischen hab ich schon zwei Barfuß - Pärchen gesehen, zwei einzelne B-Geher
und, das ist ja das Schöne, wenn ich einmal durch den Zug gehe und wieder
zurück, dann sehe ich beim nächsten "Durchgang" mindestens doppelt
so viele, scheinbar "spontane" B-Geher! Interessant, nicht?
So, muss
jetzt los - barfuß einkaufen gehen - bis denne Gruß
AlexSammy
Barfüßiges Bahnfahren fand ich immer schon toll.
Irgendwie ist's ein
besonders intensives Gefühl von Freiheit. Erst recht dann, wenn man wegfährt
und keine Schuhe dabei hat.
Dass ich damit nicht der einzige bin, habe ich im
Forum schon gelesen.
Würzburg war meine bisher längste Reise so ganz ohne
Schuhe. Ich will Euch deshalb schreiben, was ich im Zug irgendwo zwischen
München und Würzburg am Samstag am frühen Morgen in mein Tagebuch geschrieben
habe:
"Ich hab mich eigentlich selbst darüber gewundert, wie aufgeregt ich
gestern war. Spät am Abend bin ich in Wien zum Westbahnhof gefahren, im
ziemlich vollen Nachtzug Budapest - München hab ich mir einen Platz in einem
Abteil gesucht.
Zeitig in der Früh Umsteigen in München. Der riesige
Münchener Hauptbahnhof für mich Österreicher immer ein Hauch der weiten Welt.
Die Schwüle des gestrigen Abends war einem kühlen Morgen gewichen, es regnete
ein bisschen. Und da war das Gefühl: Es gibt kein Zurück mehr! Was auch immer
geschieht, ich kann nicht kleinlaut doch wieder irgendwelche Schuhe anziehen.
Ich kann nicht in Versuchung geführt werden, das zu tun, was ich in meinem
Innersten eigentlich gar nicht will.
Heute und morgen bin ich einfach barfuß.
Dieses Gefühl fühlt sich so gut an mit meinen nackten Sohlen, die schon
kohlrabenschwarz sind.
Liebe barfüßige Grüße!
Harald
(Ich hoffe, dass Ihr mit meinen etwas wirren Gedanken etwas anfangen könnt.)
Ich kann deine Gedanken voll und ganz nachvollziehen, ich selbst habe schon
seit Anfang März, als ich in Österreich Schilaufen war, keine Schuhe mehr
getragen und alles, was ich an täglichen Pflichten und Hobbies habe, barfuß
verrichtet.
Und selbst im Schiurlaub bin ich außerhalb der Piste ausschließlich barfuß gelaufen, sogar im tiefen Schnee. Ich glaube, dieses
Kribbeln im Bauch ist nur die erste Zeit so intensiv, denn wenn man wie ich das
ganze Jahr über, Sommer wie Winter barfuß läuft, dann ist das für einen das
selbstverständlichste, was es gibt und man wird nur ab und zu daran erinnert,
wenn mal ein Kommentar oder ein verdutzter Blick kommt.
Übers Wochenende war ich zu einem Verwandtschaftstreffen am Bodensee und bin
auch barfuß mit der Bahn gefahren, dieses Gefühl ist aber immer noch da, dass
es toll ist, keine Schuhe dabeizuhaben und auf jeden Fall alles auf nackten
Sohlen verrichten zu müssen.
Ich hoffe nur, dass du nicht gerade so extrem bist
wie ich, ich besitze nämlich nur ein Paar Schuhe, und die werde ich wohl in
fünfzig Jahren noch haben, da ich sie nur sonntags für eine Stunde
Gottesdienst anziehe und sie nicht die Gelegenheit bekommen, abgetragen zu
werden.
Ich sende dir noch viele barfüßige Grüße und hoffe, mal wieder von dir zu
hören ...
Deine Katja
Heute will von meiner Bahnreise berichten, die ich am
vergangenen Dienstag unternommen hatte.
Die Reise begann in Triberg im Schwarzwald und endete
in meinem Heimatdorf, rund 380km entfernt. Mit der Bahn bedeutet das: 4 Stunden
Reisezeit und dreimal umsteigen.
Ich hatte mit vorgenommen, diese Reise barfuß zu
unternehmen. Da mich in Triberg niemand kennt, entledigte ich mich meiner Schuhe
auf dem Weg zum Bahnhof. Vor den Bahnhof war eine Gruppe jugendlicher Mädchen,
die mich wohl zuerst bemerkten, sie schauten zur mir her, und als ich näher kam
um an ihnen vorbei ins Bahnhofsgebäude zu gehen drehten sie mir den Rücken zu.
Es war mir egal.
Im Bahnhofsgebäude habe ich dann eine Fahrkarte bis
Karlsruhe gelöst und bin dann auf den Bahnsteig um auf den Zug zu warten. Es
war nicht viel los. Ein Mann mit ausländischem Akzent sprach mich am, ob ich
eine Telefonkarte hätte. Bei dem kurzen Gespräch betrachtete er meine Füße
genau.
Als der Zug kam, nahm ich direkt in einer leeren
vierer Sitzgruppe platz. Auf der gegenüberliegenden Seite saß schon eine Frau,
die ihre Schuhe ausgezogen hatte, und ihre baren Füße auf den Polstern
ausruhte. Unsere Blicke trafen sich, jedoch keine Reaktion von ihr. Zuerst
versteckte ich meine Füße unter meinem Sitzplatz. Dann bekam ich mehr Mut und
streckte ich die Beine aus, später überschlug ich die Beine sogar, so dass der
Unterschenkel waagerecht lag, die Fußsohle jedoch zum Fenster zeigte. Wie ich
bemerkte waren die Sohlen nur leicht angegraut. Der Bahnhof Triberg und der Zug
waren recht sauber.
Als nun der Zugbegleiter die Fahrkarten kontrollierte,
sprach ich ihn an, ob ich bei ihm die Fahrkarte für die Weiterfahrt von
Karlsruhe bis in mein Heimatdorf bei ihm lösen könnt. Er setzte sich mir gegenüber
und erklärte mir wo ich noch überall umsteigen müsste - sehr freundlich und
zuvorkommend. Meine baren Füße sah er wohl sprach sie aber nicht an.
Der Zug füllte sich und mir gegenüber setzte sich
eine Frau um die 60. Sie vertiefte sich in eine Buch und sprach kein Wort.
In Karlruhe hatte ich 19 Minuten Aufenthalt. Ich ließ
die meisten Zugpassagiere vor mir aussteigen. Trotzdem fielen meine nackten Füße
beim Aussteigen auf. Aber ich hatte keine Zeit um mich darum zu kümmern. Ich
ging zur nächsten Treppe um in die Unterführung zu gelangen. Die Unterführung
war voll mit Leuten. So viele Leute, und ich barfüßig mitten drin. Ich ging an
zwei Uniformierten vorbei, ohne von ihnen angesprochen zu werden, und erreichte
meinen Bahnsteig. Mein Anschlusszug war noch nicht da. Da stand ich nun, -
Mitten auf dem Bahnsteig. Meine Sohlen waren durch den Gang in der Unterführung
recht dunkel geworden. Ich fühlte mich wie auf dem Präsentierteller. Der
Bahnsteig ist noch von den Übernächsten Bahnsteigen her einsehbar. Ich hatte
das Gefühl, als ob mich alle anstarrten. In Wirklichkeit waren es jedoch nur
wenige die den Kopf nach mir drehten und sich den Hals verrenkten um meine Füße
zu sehen, oder den Mann, der so was macht. Die Wartezeit wurde mir lang.
Die beiden nächsten male waren nicht so schlimm. Auf
dem Bahnhof von Neustadt war nicht so viel los und das andere Mal war der Anschlusszug direkt da.
Jetzt stellt sich ein neues Problem. Der letzte Zug
bestand nur noch aus zwei Wagons und fuhr bis in mein Heimatdorf. Je näher ich
dem Dorf kam um so mehr musste ich damit rechnen, auf Leute zu stoßen, die mich
kennen. Was dann?
Ich hatte mir vorgenommen so lang wie möglich barfüßig
zu bleiben. Sollte an den Bahnhöfen jemand zusteigen, den ich kannte, so wollte
ich meine Schuhe wieder anziehen. Als wir uns meinem Dorf näherten machten sich
nur zwei Kinder bereit zum Aussteigen. Also stieg ich auch barfuß aus. Und nun?
Sollte ich es wagen? Es ist rund 1 km bis zu meinem Haus. Ich machte mich auf
den Weg, jederzeit bereit die Schuhe aus der Tasche zu hohlen. Am Anfang währe
das noch möglich, weil der Weg vom Bahnhof lange überschaubar ist. Aber es war
nach Geschäftsschluss und so ging ich durch unsere Einkaufsstraße nach Haus.
Komme was da wolle, Augen zu und durch, nun gab es kein zurück und auch kein
“schnell die Schuhe an”. Ein Mann begegnete mir, den ich nur vom sehen her
kenne. Dieser schaute mich mit offenem Mund an, als ob er das achte Weltwunder
sehen würde. Ich ging an ihm vorüber. Ansonsten sahen mich wohl nur noch ein
paar Autofahrer. Dann war ich zu Hause.
Alles in allem war diese Reise wohl anstrengender für
meinen Kopf (Selbstüberwindung, Scham) als für meine Füße, auf denen ich
noch keine zwei km zurücklegte.
Wer gut geht, dem geht's gut
Gruß Willi
Vorab möchte ich Dir sagen: total klasse das Du es
trotz Deiner - darf ich mal sagen - Unsicherheiten gemacht hast. Barfußgehen
ist aber absolut keine Kopf- sondern viel mehr eine Herzensangelegenheit
(Leidenschaft, für mich jedenfalls). Ganz rational gesehen ist es sogar 'nur'
eine Körperangelegenheit der natürlichen Fortbewegung.
Reflections.. letztendlich wirst Du in Deiner Umwelt
wie in einer Art Spiegel immer nur Dich selber sehen und die Dir entsprechenden
Reaktionen auslösen. Eines kann ich Dir mit Sicherheit sagen: wenn Du jetzt
auch weiterhin barfuss gehst, kommst Du schnell auf den realistischen Boden
einer für Dich entspannten 'Barfußwelt' - und Deine Umwelt wird Dir sogar
erheblich dabei helfen - wenn Du diese Art von gegenseitigem Wechselspiel zulässt,
lernst Du auch selbstsicher damit umzugehen.
Viel Spaß dabei (und hoffentlich
manchmal auch ein bisschen Herzklopfen) wünscht Dir
Jan (NRW)
Ja, das ist wirklich Kopfsache: was denken die Anderen
wohl? Lachen sie mich aus? Erklären sie mich für verrückt?
Mir geht es
ebenso, aber ich habe schon ein wenig gelernt, damit umzugehen. Die Meisten würden
es selbst gerne tun, haben aber nicht den Mut dazu! Du hast das Richtige
gemacht, nämlich das, was Dir Spaß macht! ;-)
Übrigens! Ich war in einem
Internat am Bodensee, da habe ich mit meinen Eltern immer auf der Rückfahrt am
Hornberg-Triberg im "Haus der tausend Uhren" einen Stop eingelegt! :-)
War dort auch schon mit meiner Gruppe auf den Vogtbauernhöfen! Eine irre schöne
Gegend, auch der Bodensee, ich war bei Überlingen, in Bambergen.
Liebe Grüße von Andi35
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Barfüßige
Fußballfans im Stadion
(Forumbeiträge seit Sommer 2001)
Ich bin
kein eingefleischter Fan, aber als gebürtiger Franke hängt natürlich mein Herz
auch am Club; auch wenn ich das Münchener Olympiastadion mittlerweile öfter
von innen gesehen habe als das Clubstadion, so z. B. am letzten Samstag als 60
gegen Köln gespielt hat; wollte einfach mal wieder ein Bundesligaspiel sehen;
von Suhl aus ist es halt immer sehr weit bis in irgendein Stadion und wenn man
schon mal in München ist, weil man dienstlich da war ...
Aber ich hatte doch
erstmals Probleme beim Versuch das Stadion barfuß zu betreten; zweimal hat das
keinen interessiert; einmal bei 60 und einmal bei Bayern und am Samstag rief
doch die Polizistin, die mich am Eingang durchsuchte, nach einem Blick auf meine
nackten Füße den Ordnungsdienst und fragte mich: "Wo san denn Deine
Schur?"
Nach mehrminütigem Beratschlagen von vier Leuten und nachdem man
mich ausdrücklich darauf hingewiesen hatte, doch sehr vorsichtig zu sein und wie viele Scherben rumliegen, ließ man mich doch passieren, nachdem ich
ausdrücklich daraufhingewiesen hatte, dass ich doch keinem was tun würde und
außerhalb des Stadions mehr Scherben als im Innenbereich liegen würden.
Viele Grüße
Lothar
Ich würd' ja gerne mitwandern, aber leider steht bei mir ein barfüßiger
Stadionbesuch am Hamburger Millerntor an, weil da meine Eintracht im Pokal
spielt. Warum legt ihr eure Treffen eigentlich immer auf Termine, an denen
wichtige Spiele anstehen?
Ich hoffe, es ergibt sich doch mal was und bekomme die Gelegenheit, euch
kennenzulernen und an euren ziemlich vielversprechenden Wanderaktivitäten
teilzunehmen.
Ciao, Markus (31)
Berichte bitte, ob's da Probleme gab; muss zugeben, dass ich es letztes Wochenende in der neuen Arena auf Schalke nicht
gewagt habe barfuß reinzugehen, nachdem mich letztes Jahr in München eine junge Polizeidame erst nach längerer Diskussion und Rücksprache mit
ihrem Vorgesetzten ohne Schuhe ins Stadion ließ.
Da auf Pauli immer die Hölle los ist, könnte ich mir vorstellen, dass es dort auch Probleme gibt barfuß reinzukommen.
Lothar
Ich werde dir vom Millerntor berichten. Dass es da Probleme gibt, kann ich
mir nicht vorstellen, denn bei Pauli ist nicht nur die Hölle los, sondern man
ist dort lockerer drauf als anderswo. Zumindest war das vor ein paar Jahren noch
so, als ich zuletzt dort war.
Bisher hab ich barfuß in Stadien noch keine Probleme gehabt, noch nicht mal
irgendwelche Bemerkungen. Normalerweise haben Ordner und Polizei auch genug
anderes zu tun. Dass in München die Uhren etwas anders ticken, hab ich
allerdings auch schon von anderen gehört. Da wird man wegen der kleinsten
Kleinigkeit aus dem Stadion geworfen.
Barfüßer sind in Stadien allerdings eine Seltenheit. Ausnahmen sind manche
Spiele der Eintracht, wo Schuhe ausgezogen werden, um sie gegeneinander zu
schlagen und die eigene Mannschaft damit anzufeuern. Danach
verzichten manche darauf, sie wieder anzuziehen.
Auf der Rückfahrt von Saarbrücken letztes Wochenende saß in meinem Abteil
ein Eintracht-Fan, der zur Hälfte barfuß war: Er hatte einen Schuh dazu
verwendet, Ordner zu bewerfen und ihn nicht zurückbekommen. Eintracht-Fans
werden jedem Barfüßer mit Respekt begegnen, denn er gibt alles für seinen
Verein ...
Vergangenen Sonntag, bei Gastspiel des KSC in Mainz, waren tatsächlich
mehrere Karlsruher barfuß. Ich freu mich schon auf unser nächstes
Auswärtsspiel im Wildpark am 10.09., das dürfte ein richtiges Barfüßer-Treffen werden!
...
"Schuhe ausziehen! Zieht eure Schuhe aus!"
Wenn der Martin mit dem Megaphon das sagt, dann wird das auch gemacht, also
zeigten die Eintracht-Fans im Gästeblock des Wolfsburger Stadions, wozu Schuhe
gut sind: Man kann sie überm Kopf gegeneinander schlagen und damit die eigene
Mannschaft anzufeuern.
Zu dieser Aktion wurde auch gesungen: "Mann was sind wir dumm, wir zieh'n
die Schuhe aus und wissen nicht warum".
Leider besiegelte das Spiel unsern Abstieg, wir verloren 3:0. Viele traurige
Eintracht-Fans machten sich auf den langen Heimweg nach Frankfurt. Aber nur
wenige blieben nach der Schuh-Aktion das ganze Spiel über barfuß.
Ansonsten ist ja beim Stadionbesuch eher Schuhetragen angesagt, jedenfalls
hab ich hab mich barfuß noch nicht ins Stadion getraut, weil doch ziemlich viel
Glas zu Bruch geht und es häufig zu Gerangel mit der Polizei kommt. Aber in der
neuen Saison (für uns leider in der 2. Liga) werd ich das mal austesten ...
Wer von euch ist wie ich Fußballfan ist und geht (barfuß oder nicht) ins
Stadion?
Markus (31)
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