[Barfußerfahrungen in Vergnügungsparks] [Barfuß zur Kirmes]

Barfußerfahrungen in Vergnügungsparks
(Forumbeiträge im Winter 1999 / 2000)

Hallo Leute! Also im Hochsommer waren wir im Warner Bros. Movie World - Park. Es sollte ein supersonniger Sommertag werden.
Bei der Ankunft stellte ich verwundert fest, dass draußen ein Schild hing: "Aus Sicherheitsgründen sind im Bereich des Parks
Barfuß zur Kirmes tragen!" Hä? Aus Sicherheitsgründen? Nun gut, trug ich also aus Sicherheitsgründen Schuhe (Birkenstocks, was die aber helfen sollten, ist mir bis heute schleierhaft), in Erwartung irgendwelcher fußschädlicher Abenteuer.
Aber der Tag wurde warm und wärmer und die Sicherheitsgründe wurden immer undurchschaubarer. Ich schwitzte selbst in den offenen Schuhen wie ein Tier und ohne Quatsch zu schreiben stand ich in einer Pfütze von Schwitzwasser! Nun gut, also quälte ich mich entgegen meiner üblichen Gewohnheiten (bei Hitze grundsätzlich barfuß!) mit diesen Latschen durch den Park. Der war wirklich gut, besonders die Holzachterbahn ist ein absoluter Hammer!
Dennoch werde ich diesen Park wohl nie wieder besuchen, denn ich wüsste nicht, was in diesem Park gefährlicher sein sollte, als im Phantasialand, wo ich im Sommer immer barfuß unterwegs bin!
Der nächste Sommer kommt bestimmt! mfg Berni(N)

Ich gehe davon aus, dass dies das übliche amerikanische Haftungsproblem ist. (Heißer Kaffee und so). Sollte Deinen nackten Füßen in diesem Park etwas zustoßen, könntest Du die Betreiber auf ein paar Millionen Schadensersatz verklagen, weil Sie Dich nicht auf die eventuellen Gefahren, wie Scherben und ähnliches aufmerksam gemacht haben. Deshalb ist barfuß auch an vielen andern Stellen in Amerika meines Wissens nach untersagt; Disneypark, McDonalds usw. Lothar

Vermutlich Paranoia vor Schadenersatzklagen amerikanischen Ausmaßes ... Man könnte den Park ja wegen schlechten Fegens verklagen, wenn man auf die überall präsenten, lebensbedrohlichen Glasscherben tritt... ;-)
Vielleicht sollte man mit den Parkbetreibern mal einen vorsichtigen Dialog bezüglich der Notwendigkeit dieses Schildes beginnen. Vielleicht könnte man sich zumindest auf ein "Barfußlaufen auf eigene Gefahr" einigen? So macht das doch nur halb soviel Spaß ...
Lustiger fand ich die Reaktionen vor ein paar Jahren bei einem Besuch im Europapark in Rust: der Kassierer hat große Augen gemacht, mich gefragt ob mir das nicht zu kalt wäre (hat damals so irgendwas um 15 Grad gehabt). Nach einem fröhlichen "Nöh." hat er nur mit den Schultern gezuckt und mir viel Spaß gewünscht.
Wirklich unterhaltsam war dann so ein Aufsichtsmensch an einem der Fahrgeschäfte: Kurz bevor es ernst wurde meinte "Könnten Sie bitte Ihre Schuhe anziehen?". Als ich ihm eröffnete, dass ich keine dabei hätte (die waren wirklich im Auto geblieben) macht er ein recht putziges Gesicht; man sah ihm an, wie er vor seinem geistigen Auge vorwärts und rückwärts durch seine Vorschriften blätterte und schließlich mangels einer passenden Passage am Ende grinsend mit den Schultern zuckte. Damit war das Thema erledigt. ;-)
Etwas später sah ich sogar einen Parkangestellten barfuß rumflitzen - war allerdings keiner der offiziell Uniformierten, sondern anscheinend einer der Techniker/Gärtner/etc., der plötzlich hinter einer Kulisse hervorsprang um wieder hinter einer anderen zu verschwinden.
[trug ich also aus Sicherheitsgründen Schuhe (Birkenstocks, was die aber helfen, ist mir schleierhaft] Bevor ich in den Schlappen ertrunken wäre hätte ich einfach mal 'nen Test gemacht, wie schnell die Parkwächter tatsächlich motzen. Wieder anziehen kann man die Schuhe ja immer noch.
[Der nächste Sommer kommt bestimmt]
Na hoffentlich ;-) mfG Rol

Hallo Rol, oh, da hat Du im Europa - Park ganz andere Erfahrungen gemacht wie ich.
Ich war vor einigen Jahren dort barfuß unterwegs, als ich von einem Aufseher bei Euro - Sat (ja, damals gab es diese Hochgeschwindigkeitsachterbahn noch!) darauf hingewiesen wurde, dass er mich ohne Schuhe nicht in das Fahrgeschäft hineinlässt.
Auf meine Replik, dass ich gar keine Schuhe dabei habe, antwortete er, dies sei mein Problem und wenn mir das nicht passe, solle ich doch zur Verwaltung gehen. Gesagt, getan. Doch dort erhielt ich die nächste Abfuhr. Der Geschäftsführer persönlich erklärte mir, dass man einfach in diesem Park nicht barfuß laufe. Auf meine Frage, warum, äußerte er, dies entspreche nicht der mitteleuropäischen Kultur und wenn ich nicht sofort sein Büro verlassen würde, hole er die Polizei, weil so Verrückte wie ich einfach eingesperrt gehörten ...
ich glaube es war 1995, als das passiert ist.
Insofern freut es mich, dass Du da wohl mittlerweile bessere Erfahrungen gemacht hast. Bernd (KA)

Hallo Leute, letzten Sonntag war ich barfüßig im Europa - Park Rust. Ich ließ meine Schuhe gleich zuhause, um nicht in die Versuchung zu kommen, doch Schuhe anzuziehen. Manchmal habe ich doch Angst vor so vielen Leuten barfuß zu gehen. Aber diesmal war es toll und ich bin stolz auf mich, dass ich es gemacht habe.
Der Europa-Park ist wunderbar barfüßig zu begehen, alle Wege sind sauber und alle Attraktionen sind gut zu erreichen. Natürlich gab es Blicke und Bemerkungen, aber was soll`s. Leider sah ich nur einen weiteren Barfüßigen, wo seid Ihr den alle? Überhaupt finde ich das es noch viel zuwenig Barfuß - Kontakte auf den Straßen gibt.
Zum Abkühlen gibt es im Park überall Brunnen und Wasserspiele. Auch die neue Attraktion "Der Fluch der Kassandra" im Griechischen Teil ist super, und die neue Achterbahn (ab 12 Juli in Betrieb) wird bestimmt ein Hit.
Abschließend muss ich sagen das es ein toller Tag war, ich habe mich barfuß sehr wohl gefühlt und kann jedem einen barfüßigen Tag im Europa-Park nur empfehlen. Also bis bald, Wago 

Hi Wago, es ist schon eine Weile her, da gab es hier im Forum schon einmal ne Diskussion über barfuß im Europa-Park. Ich kann nur noch einmal davor warnen, keine Schuhe mitzunehmen!
Ich kam damals in einige Attraktionen nicht rein und hatte eine selten blöde Diskussion mit der Verwaltung, die damit endete, dass ich schließlich doch zum Auto trabte, um meine Schuhe zu holen.
[Und wie barfußfreundlich ist ansonsten der Boden im Europapark? Lothar]
An und für sich absolut geeignet zum barfuß laufen. Ich hatte da nie Probleme. Letztlich hab ich es dann immer so praktiziert: barfuß herumlaufen, barfuß in die Schlange stehen und kurz vor Betreten der Fahrgeschäfte Schuhe an. Bernd (KA)

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Barfuß zur Kirmes
(Forumbeiträge seit Sommer 2000)

[Gibt es auf der Kirmes irgendwelche Einschränkungen, was das barfüßige Benutzen der Fahrgeschäfte angeht? Ich dachte so an den Eurostar, wo die Füße gleich unten raus baumeln, das wäre doch sicher spaßig]
Ich denke sogar, bei solchen Dingen sollten die Betreiber im Sinne der Umgebung die Träger loser Schuhe (Clogs usw.) auffordern, diese an der Kasse zu lassen, damit sie sich nicht in Geschosse verwandeln .... Unci

Ich habe mal in einem Beitrag über einen amerikanischen Freizeitpark folgendes gesehen:
Da wurde eine Achterbahn gezeigt, bei der die Füße unten rausbaumeln. Ein Mädchen, das einsteigen wollte, hatte so Klotschen an, oder wie das heißt. Jedenfalls mit dicker Sohle und hinten offen. Socken hatte sie nicht an. Die wurde wirklich dazu angehalten, vor der Fahrt ihre Schuhe auszuziehen. Die Szene wurde aber nur ganz kurz nebenbei gezeigt.
Ich wollte damit nur sagen, dass in diesem speziellen Fahrgeschäft das Barfuß - Mitfahren wohl erlaubt war. ...
Heute bin ich auf der Cranger Kirmes gewesen, natürlich barfuß.
Bis auf ein paar erstaunte Blicke gab es eigentlich keine Kommentare. Dann habe ich mir eines dieser Fahrgeschäfte ausgesucht, bei denen die Füße in der Luft hängen. Weil ich gern Achterbahn fahre fiel meine Wahl auf den Eurostar.
Eine Zeit lang hatte ich die Leute, die ein- und ausstiegen beobachtet, aber niemand ging barfuß rein. Schade eigentlich. Dann bin ich zur Kasse gegangen und habe mich kurz darauf in die Schlange der Wartenden eingereiht. Tatsächlich gab es keinen Kommentar dazu.
Ein Mädchen vor mir, die keine Schnürbänder in ihren Turnschuhen hatte, sah mich an und meinte dann zu ihrer Freundin: "Das mache ich auch", versteckte sich so gut es ging hinter den anderen und versuchte, unbemerkt ihre Schuhe und Strümpfe loszuwerden. Immerhin habe ich dabei erfahren, wie man erst die Socken und dann die Schuhe auszieht. Sie schaffte es.
Wenig später dann in der Schlange einige Meter hinter mir: Der nächste Barfußläufer. Schließlich waren es zwei Mädchen, eine Frau und ein Mann, die mit mir in der Schlange standen und es mir einfach nachmachten.
Die Fahrt wäre eigentlich genial gewesen, wenn das Ding nicht so eine Federung gehabt hätte, dass selbst der Komfort eines Trabis um Längen verfehlt wurde. Die Lager waren einfach total ausgeschlagen, schade. So machte es nicht so großen Spaß. Aber immerhin war es lustig, die Füße baumeln zu lassen.
Nach der Fahrt hatte die Kleine, von der ich oben erzählte, nichts eiligeres zu tun, als bloß schnell ihre schnürbandlosen Turnschuhe wieder anzuziehen. Scheinbar war es ihr äußerst peinlich. Die anderen gingen aber erst mal barfuß nach draußen. Ein Mädchen, das unten am Ausgang saß meinte zu ihrer Freundin: "Guck mal, die fahren alle barfuß mit".
Lustig war noch die Reaktion auf dem Rückweg, als ich eine Currywurst aß und dabei per Blickkontakt ein wenig mit einem ebenfalls hungrigen Mädel flirtete. Der Blick, als sie meine Füße entdeckte – unbeschreiblich. Aber nicht abwertend, nur erstaunt. Ich hätte sie wohl dann ansprechen sollen.
Leider lief sonst eigentlich niemand barfuß rum, aber wenigstens hatten die meisten Mädels auf der Kirmes den Bauch frei, das ist doch auch süß. Matthias (NRW)

Ganz schön mutig, muss ich sagen! Ich gehe auch sehr oft und gern barfuß, auch über eine Kirmes oder Stadtteilfest, aber über die Cranger Kirmes?
Eigentlich habe ich keine große Angst vor Scherben, aber auf so einer großen und teilweise doch recht unübersichtlichen Veranstaltung (teilweise sieht man den Boden vor lauter - leider beschuhten - Füßen nicht) ist mir das doch etwas zu riskant.
Schließlich möchte man ja auch noch woanders hinsehen können, als nur auf den Boden vor den eigenen Füßen (wohin nur...? ;-)
Übrigens wohne ich auch im Einzugsgebiet der Cranger Kirmes und spreche daher aus Erfahrung.
Leider ist mein letzter Besuch dort so lange her, dass ich mich nicht erinnern kann, ob ich damals schon barfuß war ... FRANEK, 31, Rm. Dortmund

Hallo ihr, ich muss an dieser Stelle wie auch Matthias einmal die Cranger Kirmes loben, was das zerbrochene Glas angeht. Man kann noch so lange danach suchen, man findet keins.
Ich bin am Sonntag mehr oder weniger außerplanmäßig ohne Schuhe dort gelandet, da ich eigentlich nur kurz mit dem Auto eine Freundin bei Ihrer Cousine abholen wollte. Das tat ich wie gewöhnlich barfuß.
Als wir uns dort überlegten, wie man den Sonntag noch sinnvoll nutzen könnte, kamen wir auf die Kirmes. Meine Bekannte, die mich nun schon des öfteren baren Fußes erlebt hat, hielt es für selbstverständlich, dass ich auch dort keine Schuhe bräuchte (in Wirklichkeit hatte sie wohl nur keine Lust auf einen halbstündigen Umweg, um doch welche zu holen...) und mit einem "das geht schon" habe ich auch die Skepsis der Cousine ausgeräumt.
Ich machte mir zwar anfangs noch ein wenig Sorgen wegen des Gedränges an einem sommerlichen Sonntagabend mit Feuerwerk auf so einem Fest (und dass dort kein Glas lag, wusste ich ja vorher nicht ;-), aber die waren komplett unbegründet, denn bis auf zwei Schritte über Schotter gab es keine einzige unangenehme Situation, weder im Gedränge noch auf diversen Fahrgeschäften (für Fachleute: u.a. Rotor, Eurostar und dieser Turm, von dem man in freiem Fall runtersaust, weiß nicht, wie er heißt).
Es wird zwar jetzt ein paar Tage dauern, bis man die ursprüngliche Hautfarbe wieder erkennt, aber ansonsten gab es nicht den kleinsten Kratzer, obwohl ich, Franek, selten auf den Boden geschaut habe ;-)
Tschau (ich muss weiterscheuern), Michael

Wie vielen Menschen bekannt sein dürfte findet in Herne zur Zeit die Cranger Kirmes statt - wem das nichts sagt: Man könnte es vielleicht als "Oktoberfest des Ruhrpotts" bezeichnen ;-)
Genaue Besucherzahlen sind mir nicht bekannt, aber es ist im allgemeinen nicht leicht ein Bein an den Boden zu bekommen, geschweige denn einen Parkplatz zu finden. Zumindest für Autofahrer sind die Parkplätze knapp - bei Kanufahrern sieht das schon ganz anders aus. Diesen Vorteil beschlossen eine Vereinskameradin und ich dann auch zu nutzen.
Das Bad in der Menge begann eigentlich schon auf dem Wasser, als wir uns im stillgelegten Cranger Hafen das Eröffnungsfeuerwerk von unseren Kanus aus anschauten. Von den Menschenmengen auf den Kaimauern und einer nahegelegenen Brücke waren allgemeine Erheiterung und wohlwollende Zurufe zu vernehmen. Richtig spannend wurde es aber erst, als wir nach dem Feuerwerk an Land gingen um uns nur mit Badehose bzw. knappem Neoprenanzug und je einem Paddel bekleidet - also beide völlig barfuß - unseren Weg durch die Menschenmassen bahnten.
Die Reaktion der anderen Kirmesbesucher war fast immer identisch: erst ein erstaunter - ja geradezu fassungsloser Blick (so richtig mit offenstehendem Mund :-), der sich gleich danach in ein breites Grinsen verwandelte.
Alle paar Meter gab es Applaus und wohlwollende Zurufe zu hören - von "Klasse!", "Hey, weiter so!" über "Voll geil, ey!" bis "Hey setzt euch doch mal zu uns" - welches uns aus einem Biergarten entgegengerufen wurde.
Auch die Damen und Herren vom "Sportverein Grün-Weiß" schienen Gefallen an unserem Aufzug zu finden, und winkten uns aus dem Mannschaftswagen fröhlich zu.
Dazu kamen natürlich viele meist ebenfalls wohlmeinende Fragen zu unserer ungewöhnlichen Kleidung, die ich dann meistens mit den Vorteilen des Kanufahrens bei der Parkplatzsuche erklärte.
Es kam natürlich auch öfters mal die Frage nach unserer Fußgesundheit bei den vielen Scherben die auf dem Platz herumlagen. Meine Antwort, dass man ja zwei Augen im Kopf hätte und somit den Scherben recht gut aus dem Weg gehen könne schien bei einigen Menschen zu einem regelrechten Aha-Effekt zu führen.
Einige Fragen sind mir besonders in Erinnerung geblieben - "Macht ihr irgendwofür Werbung?" sowie mein persönlicher Favorit "Ey sacht mal - habt ihr ein Boot gewonnen?".
Die häufiger mal vorkommende Frage, ob uns nicht kalt wäre, konnten wir getrost verneinen, und unsere Gegenfrage, ob man denn mit der langen Bekleidung und den geschlossenen Schuhen in dem dichten Gedränge nicht schwitzen würde, wurde nach kurzem Überlegen häufiger mit einem etwas gequälten Kopfnicken beantwortet (Warum die Leute trotz der legeren Atmosphäre dennoch in langen Klamotten und Komplextretern herumlaufen, entzieht sich meiner Kenntnis).
Ebenfalls unvergesslich bleibt mir, wie eine Frau mich zunächst angewidert anschaute und fragte: "Wo ham'se euch denn 'rausgelassen?" Als ich ihr antwortete: "Ja am Bootshaus natürlich" konnte auch sie sich das Grinsen kaum noch verkneifen.
Ansonsten blieb die Zahl angewiderter Blicke aber doch erfreulich gering - selbst wenn ich die wenigen Mädchen dazurechne, die mit ihren Kopftüchern wie aufgescheuchte Kaninchen vor uns davonrannten, war das Verhältnis positiver zu negativen Reaktionen immer noch besser als 1000 zu 1.
Richtig negative "Kritik" gab es nur von einer Frau, die es einfach nur "unmöglich" fand, und den Doktor bemitleidete, der sich nachher um unsere Füße kümmern müsste.
Mein Argument, dass wir die Kirmes zu diesem Zeitpunkt bereits einmal umrundet hatten, wobei unsere Füße völlig unversehrt geblieben waren, überhörte sie einfach. Auf meine Frage was _ihr_ Arzt denn zu ihrem Senk-Spreizfuß sagen würde, den sie sich mit ihren 5cm-Absätzen gerade züchtete, wurde sie dann laut und meinte, dass so was einfach verboten gehört. (Dabei war ich ganz ihrer Meinung - solche Schuhe gehören einfach verboten ;-) Aufgrund ihres Gezeters konnte ich ihr dann leider auch nicht mehr mitteilen, dass selbst mein (Fehl-)Tritt in eine glühende Zigarette nur einen plötzlichen Luftsprung sowie zwei laute Flüche (und nicht etwa einen Arztbesuch) zur Folge hatte.
Aber auch diese negative Kritik hielt uns nicht davon ab, einen weiteren Barfuß- Kirmesbesuch per Kanu für den nächsten Sonntag zu planen ...
Schöne Füße Stefan (Gelsenkirchen)

Kirmes? Südlich was weiß ich in Bayern. Bei uns Franken: Kirchweih!
Oder "Kärwa", im Wunsiedler Raum auch "Kirwa"; können auf dem Dorf gleichgesetzt sein mit den Wiesenfesten, Schützenfesten. Größere Feste sind dann Volksfeste, oder im oberpfälzischen und niederbayerischen "Dult", auch bei den Schwaben.
Eine "Kärwa" findet im allgemeinen im Frühjahr und Herbst statt. D.h.: viel Fress, viel Sauf! Ganz einfach gut leben mit den Schmankerln/Spezialitäten der fränkischen Küche (der thüring. ähnlich). Den Festen mit den Bierzelten ist eines gemeinsam: Bier in Maßkrügen! Nicht in Spucknäpfen (0,3 l "Preißnmous") oder gar 0,4l ! Oh graus, das Weizen im 0,4- l Glas! Verbrecher! 0,5 ist üblich.
Dann ist ein 0,5- Liter- Bier ein "Schnitt" oder "a Seidla" (ein Seidel).
Barfüßig kann man hier getrost auf die Feste mit Fahrgeschäften gehen. Scherben sind seltenst, da Pfand auf Maßkrüge. Ansonsten gibt es hier die Limo, Cola und das Wasser auch nur in 0,5- Pfandflaschen. Seltsam, das hier wirklich vernünftig damit umgegangen wird, also kaum einer zerdeppert etwas.
Dosen sind hier im Verkauf verboten! Und mitbringen tut so einer auch kaum eine Dose. Pfui, schmeckt ja auch ekelhaft. Frisch vom Fass!
mfg, Markus (malo)

Heute war ich mit guten Bekannten zu einem Besuch der Gevelsberger Kirmes verabredet.
Eigentlich wollte ich ja meine Doc's anziehen, aber da es bei meinem Aufbruch quasi noch Nachmittag war, bin ich dann doch barfuß los.
Was soll ich sagen?
Also mein Bedarf an Gedränge und wahren Menschenmassen ist erst mal gedeckt. Meine Abenteuerlust ist auch befriedigt.
Wenn man so dicht gedrängt geht (und oft genug steht), dass man seine eigenen Füße nicht sehen kann, kann man gleich im Stockdunkeln laufen. Dort werden zumindest nicht so viele zerdepperte Gläser liegen wie auf einer Kirmes mit zig Bierständen.
Viele Leute haben sich gewundert, fremde und bekannte, haben freundliche oder hämische Kommentare abgegeben (oder nur miteinander getuschelt).
Dass ich nicht in eine der unzähligen Scherben getreten bin, wundert mich selber. Zweimal bin ich gegen einen Glasboden getreten, anstatt darauf. Vielleicht hatte Gott ein Einsehen mit meinem Übermut. Es derart herauszufordern habe ich aber in absehbarer Zeit nicht mehr vor.
Scheinbar war ich auch allein barfuß dort. Jedenfalls ist mir sonst niemand aufgefallen. Schade eigentlich.
Nur scheinen im Augenblick Schuhe / Sandalen in Mode zu sein, die die Zehen recht frei lassen, so dass viele Frauen nicht minder Gefahr liefen, einen schmerzhaften Tritt auf dieselben zu erhalten. Etwas, das mir selbst im dichtesten Gedränge erspart blieb.
Man ist wohl doch schon wesentlich umsichtiger, wenn man barfuß ist.
Also zur Nachahmung kann ich das nicht empfehlen, auch wenn ich dort gern eine Gesinnungsgenossin getroffen hätte. Lasst das lieber und macht Eure Barfußtouren auf überschaubarem Terrain.
Mit freundlichen Füßen,
Franek

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