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Barfuß
durch und in München
(Forumbeiträge seit Frühjahr 2000)
Ich war heute den ganzen Nachmittag barfuß in der
City von München unterwegs. es gibt viele Brunnen, an denen man auch andere barfüßige
Menschen trifft (die allerdings alle Schuhe mit dabei hatten), die mal die Füße
im Wasser baumeln lassen. Ich war wohl der einzige, der die Schuhe im Auto gelassen
hat und barfuß von Brunnen zu Brunnen tigerte. Besonders empfehlenswert: Neptunbrunnen
im alten Botanischen Garten, Brunnen am Stachus, Wittelsbacher Brunnen am Maximiliansplatz.
Ich hatte in München übrigens noch nie negative Erfahrungen, vermutlich ist das der bayerischen
Lebensart zuzurechnen, es ist
einfach "wurscht", ob jemand "boafuass" daherkommt.
Auf dem Heimweg habe ich noch am Englischen Garten angehalten und meine Füße im
Eisbach gekühlt. Insgesamt ein sehr erfrischender Sonntagnachmittag, zur Nachahmung
empfohlen!
Ciao, Jens02
München - Mekka für Barfüße (?) Ich war letzten Samstag in München unterwegs, um die Stadt auf
ihre Barfuß - Tauglichkeit zu testen. Hier mein Bericht :
Los ging die ganze
Sache morgens um 10 Uhr am Münchner Hauptbahnhof. Hatte mich hier mit einer
Freundin verabredet, die mir auch prompt versprochen hatte, "ganz unten
ohne" zu erscheinen .... Es hätte mich dann bald der Schlag getroffen, als
sie mit (mir fällt kein anderer Begriff ein) "Elefantentretern" an
den Füssen erschien. Doch nach einigem Gezetere war sie dann doch bereit, die
Teile in einem Schließfach unterzubringen.
Nachdem das geklärt war, ging's in
die U-Bahn. Kann jedem, der nach München kommt, nur raten im Underground die
Schuhe aus zu lassen. Der Boden ist einfach himmlisch zum drüber gehen und dazu
auch noch fast klinisch sauber ! Prompt konnte man nach nur wenigen Metern auch
einen barfüßigen Zeitungsverkäufer ausmachen.
Unser erstes Ziel war der
Marienplatz. Dort gab's aber relativ wenig zu erleben und sogar die üblichen
Kommentare irgend welcher Kleingeistigen vermisste man. Also ging's zum "Dallmayer",
wo doch etwas konservatives Publikum verkehrt. Habe dort ne ältere Dame auch prompt
was von "Hippies" murmeln hören (und das mir, der ich im
Berufsleben oft genug Anzug und Krawatte tragen muss....).
Durch nen Kaffee
gestärkt ging's dann zur nächsten Station. Der Augustiner Keller (Nähe
Bayrischer Rundfunk), Europas größter Biergarten, ist zum barfüßigen Verweilen recht gut geeignet. Dort trifft sich recht gemischtes Publikum. Von
"echten" Hippies bis zur Oberklasse. Habe hier zum Beispiel schon mal
den Blacky Fuchsberger getroffen. (Quizfrage : trug er Schuhe oder ja ?)
Na ja,
wie sich jeder denken kann, wurde dort bei Weißwürsten und Bier das barfüßige Leben genossen. Die Temperaturen waren mit 20 Grad recht angenehm.
Der Bodenbelag im Biergarten besteht aus Kieselsteinen, zum Barfußlaufen nicht
unbedingt mein Geschmack.
Unbedingt vermeiden sollte man - ohne Schuhe - die
"Befreiungshalle" WC aufzusuchen, da von Betrunkenen fast immer versifft. Einfach das WC innen benutzen.
Irgendwann ging's dann weiter zum
nächsten Event. Ziel der Englische Garten. Dort sind fast immer sehr viele Barfüßler unterwegs. Nette Wiesen laden auch dazu ein. Am "Chinesischen
Turm" habe ich mich dann noch mit einer jungen Dame unterhalten, die in
München studiert und nach eigenem Bekunden exzessiv barfuß läuft. Und dabei
kannte sie nicht mal dieses Forum. Das gibt zu denken ...
Abschluss des
Tourtages sollte dann der Olympiapark sein. Glücklicherweise fand dort gerade
ein Fußballspiel statt ... Na ja wenigstens war auch ein Volksfest. Der Belag
dort draußen ist übrigens auch eher rau. Dafür laden
"Endloswiesen" zum Spazieren ein. Irgendwie mein Traumplatz!
Im Sommer gibt's hier öfter auch spontane Livemusik, so dass jeder, der möchte, das nackte
"Tanzbein" schwingen kann. Ansonsten gibt's noch den Olympiasee, in dem
man die Füße gut kühlen kann ...
Meine Begleiterin ließ sich dann noch ein
Tattoo am Knöchel verpassen. Glücklicherweise nur mit Henna. Abends entfiel
dann das Barfußlaufen durch Schwabing, da meine Freundin eh schon wegen der
Kälte jammerte und es auch noch recht üppig zu regnen begann. Aber wie ich
Schwabing kenne, wäre man barfuß sowieso nirgends reingekommen.
Am Abend habe
ich dann meiner Freundin gestanden, dass ich für Notfälle ein paar Sandalen im Rucksack gehabt
hätte ... Hätte mir beinahe einige Ohrfeigen eingebracht.
Aber wie ihr seht, ich hab's überlebt!
So, jetzt hoffe ich es sind keinem von
euch bei meinem Bericht "die Füße" eingeschlafen. Mein besonderer
Gruß gilt heute den Nürnberger Kollegen, die vor kurzem zu ihrem Altstadtfest
einluden. Männer (und Frauen) bald geht's auf zur Barfüßigen Wiesn!!! Werde
dann eventl. noch ein "Spezial" schreiben.
In diesem Sinne ne Schuh und strumpffreie Woche wünscht Holgi
Hallo Holgi, da wir planen, in diesem Jahr München noch einen Besuch
abzustatten, sind Deine Tipps für uns sehr wertvoll. Wie ist es denn im
Deutschen Museum? Hast Du eventl. auch schlechte Erfahrungen dort gemacht
(außer diesem WC)?
Wie stellen sich Pensionen denn zum Barfußlaufen?
Zum Schluss Dein Bericht langweilt nicht (mich wenigstens). Viele Grüße Klaus_sg
Hallo Klaus, ich war im Mai in München. Im Etap Hotel war barfuß absolut
problemlos. Dringend abraten würde ich von Schloss Nymphenburg ohne Sandalen im
Gepäck.
Auch wenn Lorenz den Parcours bewältigt hat; ich habe nach wenigen
Metern aufgegeben und hatte keine "Notfallausrüstung" dabei. Der
Schotter dort ist einfach ekelhaft. Lothar
Hallo, ich bin ja aus München, daher mein -M- als Zusatz.
München ist
durchaus sehr barfußfreundlich. Mir fällt auf Anhieb nur ein Ort ein, an dem
ich barfuß jemals Probleme hatte. Im Mövenpick "MARCHE" in der
Fußgängerzone wurde ich mal sehr rüde angemacht weil ich dort barfuß essen
wollte. Mir hat man sogar gedroht, dass man den Geschäftsführer holt und mich rausschmeißt. Ich hab dann nicht lange gefackelt und bin dann einfach gegangen
und habe meine Mahlzeit woanders eingenommen.
Sonst ist München echt
problemlos. Barfüßige Grüße Oli-M
München ist in dieser Hinsicht absolut problemlos. Ich bin nicht mal aus der Frauenkirche geflogen. Es gab hier zu diesem Thema schon mehrere Beiträge. Abraten würde ich Dir davon Schloss Nymphenburg barfuß bewältigen zu wollen auch wenn das für einen erfahrenen Barfüßer wie Lorenz kein Problem ist. Ich habe nach wenigen Metern aufgegeben. Lothar
Hallo Leute, ich möchte gern mal barfuß durch die Münchner Innenstadt laufen. Wer hat diesbezüglich schon Erfahrungen gesammelt? Wird man angepöbelt, wenn man ohne Schuhe in ein Kaufhaus geht? Wer kann mir Tipps geben? Gruß Sandro
Ich kann Dir eigentlich nur einen Tipp geben: Tu es einfach. In der Münchner
Innenstadt hatte ich noch nie ein Problem oder einen Kommentar zu Ohren bekommen
- nicht mal auf dem alten Peter - und barfuß ist der Ausblick gleich noch mal so
toll.
Christian (wegen neuem Motorrad momentan des öfteren auch mal im
Hochsommer schwerbestiefelt unterwegs :-)))
Hi Ihr barfüßigen
Mitstreiter, gestern habe ich es wieder mal gewagt, auf dem Oktoberfest barfuß
zu laufen, war ja auch noch mal sehr warm (24°C).
Allerdings muss ich sagen, dass das nur was für absolute Freaks ist, da ein
Haufen Scherben auf den Straßen liegen. Auch ich habe mir ein paar Schnitte
geholt, die aber kaum bemerkbar sind.
Da es ja am Abend geregnet hat, waren meine Füße leider nicht mehr so schön
schwarz, als ich heim kam. Die schönste Schwärze hatten Sie in der U-Bahn
sowie in der Trambahn, wo ich dann doch einige Blicke auf mich zog, weil ich
meine Füße ganz frech an einer Wand abstützte. Allerdings hat keiner etwas
dazu gesagt.
Die Sprüche, die kamen, waren eher Gelächter über die Niederlage der Bayern
gegen Rostock, weil ich ja mit Trikot und Schals in der Trambahn saß. Jetzt
hoffe ich, dass es noch einige Wochen zum Barfüßern gibt, denn es macht
einfach Spaß. Christian (BY)
Hi Christian, war auch barfuß auf der Wiesn,
allerdings am Montag den 2. Oktober.
Tagsüber war ich in Münchens Fußgängerzone unterwegs; da ging's
wettertechnisch doch; war zwar recht kalt aber noch trocken. Doch am späten
Nachmittag setzte wolkenbruchartiger Regen ein, der nicht mehr aufhörte. Nach
meinem ersten kurzen Wiesenbesuch zum Testen und mit Sandalen im Rucksack lief
ich wieder zu meinem Quartier zurück und kaufte mir eine wasserdichte Hose, da
meine klitschnass war.
So zog ich dann ohne Rucksack und ohne Schuhe wieder los und verbrachte so ca. 5
Stunden bei strömendem Regen barfuß auf der Wiesn. Im Riesenrad und in der
Grendoline dachte, ich, dass Schuhe gar nicht so schlecht wären, weil es da
ganz schön gezogen hat und meine Füße eiskalt waren.
Trotz der Menschenmassen die unterwegs waren und des extrem schlechten Wetters
waren die Bemerkungen zu meinen Füßen eher selten. Eine Bedienung im Hendl -
Zelt konnte sich vor lachen nicht mehr einkriegen; zweimal warnte man mich
freundlich vor den umherliegenden Scherben; zweimal wurde unterstellt, dass mir
die Schuhe gestohlen wurden.
Als ich den Toilettenwagen aufsuchte und dort gerade eine Schüssel übergelaufen
war, gab es die Frage: Wo bist'n Du ausg'rissen; da läuft Urin durch die Gegend
und Du läufst barfuß; so an Dachschad'n möcht' ich haben. Durch die tiefen Pfützen
war die Soße aber gleich wieder abgespült. Die tollste Story erzählte mir
aber dann der Kontrolleur bei der Grendoline. "Wo sind denn Deine Schuh?
Hams Di übern Tisch gelegt und Dir die Schuh gestohl'n? Ah geh wie gemein! Aber
Du hast ja no Glück. Bei dem Wetter lieg'n net so viel Scherb'n rum; sonst is
der ganz Platz voll von dem Zeug."
Ansonsten musste ich feststellten, dass die Holzplanken bei den Zelteingängen
verflucht glatt sind, wenn sie zwei Zentimeter unter Wasser stehen. Außerdem
war es ganz schön schwierig was zum Aufwärmen zu finden, weil alle Bierzelte
wegen Überfüllung geschlossen waren. Lothar
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Lothar
berichtet vom Wochenendtripp nach München
(Forumberichte im Frühjahr 2000)
Wie bereits erwähnt habe ich meinen
dienstlichen Aufenthalt in München zu zwei Barfußtagen in München genutzt;
leider nicht konsequent über die ganze Zeit.
Von meiner dienstlichen Unterkunft
zum Bahnhof war ich noch in Schuhen unterwegs, dann wanderten sie zusammen mit
meinem Gepäck mittags ins Schließfach. Ich stellte fest, dass mir immer noch
die barfüßige Übung für unangenehmen Untergrund oder längere Märsche
fehlt.
Den Versuch, die extrem geschotterten Wege im Schloss Nymphenburg barfuß
zu bewältigen, habe ich nach 100 Metern aufgegeben; den Rasen durfte man ja
leider nicht betreten. Auch der Bereich des englischen Gartens rund um den
chinesischen Turm mit den entsprechenden Schotterwegen empfand ich nicht
besonders angenehm. Aber Ihr Insider kennt sicher angenehmeres Geläuf im
englischen Garten oder?
Samstag hatte ich mich erstmals barfuß ins
Olympiastadion gewagt. Der Rückweg zur U-Bahn war dann schon interessant.
Erstens war ich etwas langsamer als die Masse, zweitens war es insbesondere beim
Eingang zur U-Bahn schwierig den Boden zu sehen, drittens gab es ein paar
beschuhte Tritte von hinten gegen meine Fersen und viertens lag einiges an
Glasscherben rum. Und ich fand, dass sehr viele kleine weiße Steinchen auf den
Wegen lagen; auf dem Weg von der U- Bahn- Station St. Quirin- Platz zum Etap Hotel
lagen auf dem Gehweg auch sehr viele winzig kleiner Glassplitter von diversen
Flaschen.
Zum positiven: Trotz des Warnschildes angemessener Kleidung hat man
mich nicht aus der Frauenkirche hinausdirigiert, obwohl einige Leute doch sehr
kritisch schauten. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass es in München doch
weitaus weniger auffällt, wenn man barfuß unterwegs ist, als anderswo.
Ich
hörte lediglich drei Kommentare von Erwachsenen; davon zwei von Leuten, die mit
Sicherheit nicht in Bayern geboren wurden. Ein Sachse ging beim
Begegnungsverkehr zum Turmaufstieg auf den Frauendom davon aus, dass ich meine
Schuhe in einem Rucksack vergessen hätte, den ich unten deponiert hätte, weil
man mit Rucksack nicht einander vorbeikäme. Ein weiblicher Hertha- Fan fand es
äußerst mutig barfuß durch die Innenstadt zu laufen. Im Stadion hörte ich
den Kommentar: "Schau hi, der is auf'm Weg do her durch a Regengebiet kumma";
da es den ganzen Freitag geregnet hatte, war die Aussage nicht falsch,
insbesondere da ich auf Grund des dunklen Himmels am Samstag morgen tatsächlich
noch eine Regenjacke durch die Gegend trug.
Am Samstag hatten nur vier Kinder
das Glück barfuß sein zu dürfen; alle wurden im Kinderwagen transportiert;
dafür sah ich jede Menge Kinder deren Füße wie im Winter verpackt waren,
Strumpfhosen und dicke Socken und darüber noch Schuhe usw.; sehr bedauerlich.
Zwei Kinder machten Ihre Väter auf meine nackten Füße aufmerksam. Im Aufzug
des Olympiaturms lenkte Papa die Aufmerksamkeit seines Sohnes sofort auf andere
Dinge; warum wohl? ...
Zur Ergänzung noch: Samstag Abend habe ich es
leider nicht gewagt, einen Musical- Besuch barfuß durchzuführen. Da hätte ich
wahrscheinlich noch jemanden gebraucht, der barfuß mitgeht und das obwohl bei
dem Musical "Der König und ich" bis auf drei Darsteller alle Akteure
barfuß spielten.
Aber da habe ich wieder die Damen beneidet, von denen doch
viele barfuß in Sandalen unterwegs waren; bei den Männern toleriert man so
was ja normalerweise leider auch nicht.
Interessant war dabei noch ein Artikel
der Süddeutschen Zeitung, der im Foyer aushing, in dem der Hauptdarsteller
interviewt wurde (Wegen Doppelbesetzung war es nicht derjenige der an diesem
Abend auftrat). Man fragte ihn, ob ihm nicht die Füße glühen würden, nachdem
er zwei Stunden barfuß über die Bühne fegen musste. Außerdem stellte man
fest, dass die Füße nach der Vorstellung beim Interview längst wieder in
Schuhe steckten. Warum eigentlich?
Außerdem fiel mir auf, dass der
Hauptdarsteller auf der Bühne beim normalen laufen genauso auftrat, wie jemand
der Schuhe trägt, also erst mit der Ferse und dann mit dem Ballen; bei den
schnellen Tanzszenen war es dann die barfüßig normale Art mit dem Ballen
zuerst; bei dem Tempo geht das wahrscheinlich barfuß auch gar nicht mehr
anders. Aber diese feinen Unterschiede bemerkt man wahrscheinlich auch nur dann,
wenn man selber wenn auch viel zu selten barfuß läuft. Lothar
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