[Jazz - Festival  Moers] [R(h)einkul
tur
, Bonn]
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Barfuß zu Festivals
(Forumberichte seit Frühsommer 1999)

Hier ein kleiner Bericht vom Jazz - Festival in Moers am Pfingstwochenende. Leider war ich nur einen Tag da und das Wetter war auch nicht so toll. Aber wie immer eine freie, offene Stimmung, in der jede(r) seinen/ihren Lifestyle offen zeigt.
Trotz des kühlen Wetters landeten meine Schuhe schnell im Rucksack und ich ging auf Entdeckungstour. Ein riesiges Gelände, dieser Freizeitpark Moers, auf dem sich die Zeltstadt, Marktstände (Musik, Schmuck, Kleidung, Esoterik, Essen usw.) Veranstaltungszelt und Wohnmobile verteilen. Und das wichtigste: Tausende von Leuten, die fröhlich und gut drauf sind. Da fällt man als Barfußläufer nicht weiter auf.
Bei schönem Wetter sind dort Barfüßige eh normal. Leider sah ich diesmal fast nur Leute in Schuhen, sogar offene Birkenstocks waren eher selten. Etwas anders war es direkt am Musikzelt, wo ein paar Mutige in sonnigen Phasen schon mal ihre Füße zeigten. Dennoch, ich war als Barfußläufer voll akzeptiert, einfach für normal genommen. Und wenn jemand was sagt, dann als freundlicher Tipp "pass auf, da drüben sind Glasscherben" oder "das Bachufer hat jeder als Klo benutzt".
Später habe ich dann doch etwas besonderes erlebt. Ich setzte mich an den Weg zwischen zwei Verkaufsstände. Neben mir ein Mädchen mit Hund (und Wanderschuhen), mit der ich ins Gespräch kam. Als es dann wirklich zu kalt war, bat ich sie, auf meine Sachen aufzupassen, um mir Pullover und Schuhe zu holen, die inzwischen im Auto waren. Kaum war ich zurück und saß dort mit Schuhen, kam ein anders Mädchen (die Freundin der ersten), die nichts anderes tat als sofort ihre Birkenstocks abzustreifen und alles barfuß zu machen. Natürlich habe ich sie gefragt, ob ihr nicht kalt wäre an den Füßen und gestanden, dass ich nach einem Barfußtag gerade die Schuhe angezogen hatte. Ihr war nicht kalt und so konnten wir noch einige Zeit übers Barfußlaufen reden.
Auf jeden Fall bin ich nächstes Jahr wieder dort, dann mit Zelt, denn diese tolle Mischung aus Musik, Freiheit und Lagerromantik gibt es nur selten. barfüßige Grüße, HANSI

Ein auch sehr barfuß - reichhaltiges Fest gibt es hier in der Nähe. Das Jazz-Festival in Moers.
Es ist jedes Jahr Anfang Sommer. Leider hatte ich dieses Jahr (1998) keine Zeit, hinzugehen, und ich habe wahrscheinlich richtig etwas verpasst, weil es zu der Zeit auch noch richtig warm war. Denn normalerweise findet man dort unzählige nackte Füße, weil das Publikum natürlich verhältnismäßig jung und unter sich ist.
Da gibt es dann nicht diese lästige Befürchtung, von irgendwelchen älteren Herrschaften blöd angeglotzt zu werden, wenn man barfuß ist. Letztes Jahr war es toll da.
Obwohl es nicht so ganz warm war, waren außer mir noch viele andere barfuß.
Micha

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[1999] Hallo zusammen! Gestern hatte ich mich aufgemacht nach Bonn zur "R(h)einkultur", einem großen "Draußen und umsonst" – Rockfestival. Ich war beeindruckt von der Atmosphäre - von 2 bis 75 waren alle Altersgruppen vertreten, v.a. natürlich junge Leute. Auf dem riesigen Gelände herrschte nur vor den Bühnen und an den Ständen mit "Fressalien", Schallplatten, Schmuck, Kleidung etc. starkes Gedränge, so dass man niemals "eingepfercht" war (direkt vor der Bühne wäre es mir auch etwas laut gewesen).
Zum letzten Mal war ich schätzungsweise vor 15 Jahren dort auf der R(h)einkultur war gar nicht begeistert: Schlechter und dafür überlauter Sound und einige ziemlich unsympathische Herrschaften im Publikum. Es war dann mein letzter Festivalbesuch überhaupt gewesen! Inzwischen ist ein Zaun eingeführt worden, an dem kontrolliert wird. Auch Flaschen sind an den Eingängen abzugeben, um die vielen Scherben in der wunderschönen Parklandschaft der Bonner Rheinaue, die anlässlich einer Bundesgartenschau geschaffen wurde, zu vermeiden. Die Musik gefiel mir gut; besonders zog es mich zu den etwas jazz - funkigen und afrikanisch "angehauchten" Gruppen hin. Der Sound war ausgezeichnet, mit sattestem Bass, und eben nicht in brüllender Lautstärke!
Ich war zum einen dorthin gezogen, um die tolle Atmosphäre "aufzusaugen" und bin viel umhergegangen (was durch die recht häufigen und langen Umbaupausen "erleichtert" wurde), aber natürlich hatte ich auch meine "Barfuß - Interessen": - Es war erst mein zweiter Festival-Besuch: Machen hier gut trainierte Füße noch problemlos mit? Längere Wanderungen kannte ich bisher ja "nur" aus der Natur, die belebten bis städtischen Räume habe ich ja erst seit kurzem "erobert".
Dass wegen der Flaschenkontrollen weniger Scherben zu erwarten waren, ermutigte mich. - Ich bin doch – hoffentlich – nicht der einzige, der da barfuß rumläuft? Dass in den letzten Tagen trotz der Hitze kaum jemand barfuß zu sehen ist, ist mir geradezu unheimlich: unglaublich, wie empfindungslos die Menschen hier sind! Für mich sowieso unvorstellbar, wie man sich freiwillig etwas an die Füße schnallen kann! Und erst bei allerschönstem Wetter!
Tja, schätzungsweise jeder tausendste zog tatsächlich ohne Schuhe umher, davon etwa zwei Drittel Frauen (na ja, immerhin waren es insgesamt wohl 200.000 Teilnehmer...). Diejenigen, die ohne Schuhe nur dasaßen etc. habe ich nicht mitgezählt. Nach Abschluss der Auftritte um 24 Uhr war ich allerdings ziemlich plötzlich der einzige! Den deutlichen Anzeiger, den "Ausweis" für "echte" Barfüßer - dunkle Sohlen und auch "oben herum" einiges an Staub – konnte ich allerdings nur höchst selten sehen, vielleicht fünf Mal! Allerdings war es auch ziemlich drastisch, was der Barfüßer dort so geboten bekam.
Lorenz schrieb kürzlich einen sehr anschaulichen Beitrag "Gefühlskontakt mit einer wilden Flusslandschaft". Hier könnte man sagen "Direktkontakt mit einer wilden Mülllandschaft": Alles war übersät mit Plastikflaschen, auch einigen wenigen Scherben, Dosen, gebrauchten Papptellern aller Größen, Servietten, Plastikbesteck, Flugzetteln, Bananen- und Melonenschalen, Brot, Backkartoffeln, essbarem und Plastikgeschirr, Bratwurst-, Pizza-, Salatresten, etc. etc. etc. – unglaublich! In diesem Müllhaufen lagerten die Leute! Wahrscheinlich hättest Du, Lorenz, hier auf das Barfußlaufen verzichtet! Mir hat es aber auch hier Spaß gemacht; mir fällt momentan nichts ein, was mich davon abhalten könnte (Ausnahme: die verfluchten hiesigen Konventionen, die ich inzwischen in punkto barfußlaufen nach Möglichkeit umgehe, und Vorschriften.)!
Auch habe ich "Experimente" gemacht - ja, man muss auch solchen Unsinn einmal ausprobieren: Dosen platttreten wie die beschuhten jugendlichen Herrschaften – geht ohne weiteres. Eine noch glimmende Zigarette lag auf dem Boden – ebenfalls kein Problem, lässt sich austreten, ohne dass man etwas spürt. Sicherheitshalber habe ich die Ferse genommen. Dies wäre aber gar nicht nötig gewesen, wie ich dann abends feststellen konnte: eine Frau, die vor mir barfuß tanzte, tat es "ganz normal". Spät abends kam dann ein ziemlicher "Härtetest": Vor dem Zaun unter der Südbrücke hatten die Leute ihre Glasflaschen, die sie nicht mit hereinnehmen durften, abgestellt. Etliche Haufen lagen herum, und jetzt? Die heimkehrenden Leute kickten die Flaschen herum und etliche gingen zu Bruch (was ich schon von weitem hören konnte)! Nachdem der ganze Tag keine Probleme bereitet hatte: jetzt noch "aufgeben" – nein! Tja, und außerdem von wegen aufgeben – ich hatte ja absichtlich keinerlei Schuhwerk mitgenommen...! Also durch! Durch die vielen Leute unter dem Brückendurchgang wurde das Ganze zusätzlich erschwert. Ich musste mich sehr konzentrieren, und ich spürte auch, wie Glas unter meinen Sohlen zerknackte. Tja, und dann habe ich mich – natürlich, und glücklicherweise nur sehr leicht – geschnitten. Übrigens an der Stelle, die auch hier im Forum schon erwähnt wurde: in der Nähe der Zehen, wo die schützende Hornhaut aufhört. Ich ging erst mal weiter, ohne die entsprechende Stelle unnötig zu belasten, und als ich dann – unter einer Laterne – die Scherbe entfernen wollte, war sie schon von selbst herausgegangen. Es blutete etwas, und auch nur zu diesem Zeitpunkt, und ich konnte ohne Schwierigkeiten die etwa sechs Kilometer zu meinem Quartier gehen (heute bin ich auch über 15 km spaziert). Wie ich übrigens unmittelbar nach dem Passieren der "Extremstrecke" feststellen konnte, war der Zaun zusätzlich auch an anderer Stelle geöffnet worden, und ich hätte einen scherbenfreien Ausgang nehmen können...
Ein größerer Teil des Weges führte auch über die sauberen Wiesen außerhalb des Festivalgeländes. Sie trugen jetzt schon etwas Tau. Eine Wohltat! Waren die Sohlen am Tage doch ein sehr guter "Barfüßer-Ausweis" gewesen, war am Ende der langen Wiesenstrecke nichts mehr zu sehen – sie sahen aus, als ob man frisch aus der Dusche gestiegen wäre!
Fazit: Bis auf das zuletzt geschilderte Extrem gibt es keinerlei Probleme mit "baren Füßen auf einem Festival", sofern sie gut trainiert sind (und sofern Glasflaschen auf dem entsprechenden Gelände verboten sind). Allerdings kann man denjenigen nur dringend davon abraten, die Wert auf ein Minimum an Sauberkeit legen.
Ich weiß aber auch: Die Eier des Fuchsbandwurms in der Natur sind viel gefährlicher als der oben beschriebene Müll. Und wie es mit Hautkrankheiten und ernsten Verletzungen durch das Tragen durch Schuhen steht, dürfte hier allgemein bekannt sein (wenn nicht – es steht im "Best Of"). Ich für meinen Teil werde daher auch in Zukunft die Schuhe zu Hause lassen!
Viele Grüße, MarkusII

Hi Leute! Also ich war natürlich auch bei Rheinkultur und habe meine Schuhe sofort nach Passieren des Scherbenhaufens unter der Südbrücke im Rucksack verschwinden lassen. Was Markus Fußzählung angeht, bin ich allerdings optimistischer als er, ich würde doch mal behaupten, dass (zumindest im Bereich jenseits der roten Bühne, wo ich mich rumtrieb) erheblich mehr Leute barfuß unterwegs waren als Markus gezählt hat, sicherlich jede(r) zehnte, allerdings wie immer mehr Frauen als Männer... Schnaxel

Hallo Schnaxel! Könnte es sein, dass Du den Nebensatz übersehen hast? Natürlich kann ich mich irren, aber ich habe auch nur diejenigen gezählt, die barfuß unterwegs waren. Alle diejenigen, die nur so dasaßen oder ganz in der Nähe ihrer Schuhe standen, habe ich nicht "erfasst". Diejenigen, die offensichtlich nur eine kurze Strecke unterwegs waren und ihre Schuhe in der Hand trugen, auch nicht... Viele Grüße, MarkusII

[2000] Beim Musik - Open - Air "R(h)einkultur" im Bonner Rheinauen-Park (jedes Jahr am 1. Samstag im Juli) sieht man normalerweise wenigstens ein paar mehr Leute zumindest teilweise barfuß als ueblich. Auf den Wiesen dort bietet sich das auch irgendwie an; und die Gefahr von Glassplittern ist durch die Organisation weitgehend gebannt.
Dieses Jahr war das Wetter nicht so toll, und es gab ein kräftiges Gewitter am Nachmittag (man musste schon fast befürchten, es wird eine "Schlammkultur" :), später kam auch schon mal die Sonne durch. Dennoch blieb der Barfüßer-Anteil deutlich hinter dem üblichen Mass zurueck.
Manche mögen vielleicht lieber lange ihre Schuhe saubermachen, als sich eben nachher die Füsse zu waschen ... Als es denn richtig dunkel wurde, habe ich denn auch die (aus gutem Grund mitgebrachten) Sandalen angezogen ... Ein Grund: im Dunkeln sehe ich nicht, worauf ich gleich treten werde. Hier konnte ich nicht davon ausgehen, dass da nichts gefährliches rumliegt ... :-(
[asc], der gesteht, auch nicht die ganze Zeit barfuß gewesen zu sein, sondern nur ein paar Stunden; aber für nächstes Jahr auf besseres Wetter hofft, so dass andere sich auch mal trauen :) 

[Auf der Festwiese im Tierpark in Erfurt lag beim Abschlußkonzert soviel Abfall auf der Wiese, daß man verdammt aufpassen mußte mit nackten Füßen ... viele viele hatten Flaschen mitgebracht und wie üblich blieb alles einfach auf der Wiese liegen Lothar]

Hallo Lothar, dies ist bei den Festivals halt so. Ich war abends auch noch für anderthalb Stündchen auf der Rheinkultur; es war dunkel. Erwartungsgemäß war ich der einzige Barfüßer.
Ich glaube, man sollte (gerade auch im Dunkeln) hier nur "auf freiem Fuße" unterwegs sein, wenn man geübt ist im Barfußlaufen. Du mußt einfach guten Gewissens von Dir sagen können: Selbst wenn ich oft mal nicht auf den Boden blicke - egal wohin ich meine Füße setze, ich tue mir nicht weh (wenigstens: nie ernsthaft weh). Ansonsten macht es keinen Spaß bzw. ist es tatsächlich gefährlich. Dafür sind neben einer guten Hornhaut und einem guten Polster vor allem das entsprechend trainierte und damit "schnelle" Nervensystem erforderlich (und das bekommt man nur durch die Praxis; es ist wie beim geübten Autofahrer - man reagiert "im Schlaf" und nebenbei und v.a. mit viel höherer Geschwindigkeit als bei ausschließlich bewußter Kontrolle). - Und hiermit ist die "Mini-Vorlesung" beendet ... Einen guten Start in die Woche wünscht Dir MarkusII

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[1999] Christopher Street Day in Köln. Am Sonntag war in Köln eine riesige Straßenparade, bei der es etwa 750.000 Zuschauer und über 35000 Schwule und Lesben auf die Straßen zog. Mit dabei waren auch etliche BarfüßerInnen, was insofern ein schöner Anblick war, als viele Leute auch nach der Parade einfach "unbekleidet "in die Stadt gingen, um weiter zu feiern (Ich sah später im Schulz ( ein bekanntes Kölner Schwulen- und Lesbenzentrum) in der anschließenden Disco 10 - 12 nette Jungs, die barfuß "abzappelten". Aber auch die Anwohner am Paradeweg hatten es sich gemütlich gemacht ... Überall baumelten nackte Füße aus den Fenstern. Alles in allem ein schöner Anblick (Dazu kamen natürlich auch die entsprechend spärlich bekleideten "Jungs" ohne Hemd und nur in ziemlich knappen Hosen :-))
Auch wenn der CSD kaum mehr etwas mit einer politischen Demonstration zu tun hatte, wie es früher der Fall war, es hat Spaß gemacht!! Ich war übrigens mit meiner Jugendgruppe dabei; zu Anfang als einziger barfuß, verschwanden nach einer halben Stunde die ersten Treter im Rucksack, und nach einer Stunde waren alle 25 Jungs barfuß! Einige davon blieben es auch auf der anschließenden Bahnfahrt nach Düsseldorf, und bei dreien kam auch der Vorschlag zu einer Barfußwanderung an - mal schauen, was draus wird ... Frank

[2000] Als "Hetero" war ich in einer bunt gemischten Gruppe aus "Homos" und "Heteros" (und auch beide Geschlechter gemischt, sozusagen "gemischt hoch zwei") auf dem CSD in Köln.
Da ich noch nie dort war, fragte ich zum Thema "Barfuß" nach, und man riet mir, besser Schuhe anzuziehen. Allerdings war es in der Schildergasse so familiär und gemütlich, daß ich die Sandalen dort auszog. Der "Härtetest" kam dann allerdings, als die Idee aufkam, sich doch einem der "Musikwagen" anzuschließen. Wir sind dann den gesamten Zugweg mitgegangen - erstens war es voll jood, und zweitens war es barfuß viel schöner als in Sandalen (schön und ungefährlich ist dies aber nur für gut Geübte)! Mein Selbstvertrauen in Sachen Barfußlaufen ist dadurch weiterhin gestiegen - auch hier brauchte ich nicht ständig auf den Boden zu sehen, egal wohin ich trat, Schmerzen habe nie gehabt (Ausnahme: Ein Mini - Splitterchen, das mich aber nicht behinderte). Auffallend ist, daß auf dem CSD viel weniger Scherben herumliegen als bei anderen Großveranstaltungen; Besoffene und "Asis" habe ich keine gesehen. Dies dürfte bei der "Loveparade" anders aussehen.
Was mich angenehm überraschte - hier fiel man als Barfüßer kaum auf, und in unserer Gruppe hatte niemand ein verkrampftes Verhältnis zu "Nicht-Schuhträgern". Am Anfang wurde ich noch etwas gewarnt vor Scherben, doch als ich versicherte, daß sie mir eigentlich nie etwas ausmachen, legte sich dies auch. Zum Schluß hörte ich noch, wie einer zum andern sagte "Toll, daß der barfuß überall durchgehen kann", und ähnliche Komplimente wurden mir ebenfalls gemacht.
Ein totales Kontrastprogramm zu meinen recht häufigen Erfahrungen mit "Bedenkenträgern", die mögliche Gefahren hochspielen. Ich wünsche hier im Forum möglichst vielen Leuten mehr Mut zum Barfußgehen und weniger Ängstlichkeit!
Viele Grüße und viel Spaß auf der Loveparade in Berlin wünscht Dir MarkusII
PS: Außer mir sah ich noch einen weiteren "echten" Barfüßer (und eine Frau am Zugrand, die ihre Sandalen neben sich stehen hatte).

Zum Christopher Street Day in Berlin gibt es hier eine kleine Diskussion.

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Immer im Juli ist bei uns in Karlsruhe Deutschlands größtes, kostenloses open - air - Konzert. Dieses Teil hat vor einigen Jahren mal den Titel "Woodstöckle" bekommen und das nicht ohne Grund. Seit 15 Jahren geht es hier sehr friedfertig zu und es ist jedes Jahr eine riesige Party - Atmosphäre. Und gleichzeitig ein El Dorado für Barfüßer! So viele Menschen trifft man sonst in dieser Stadt nicht mal in einem Jahr zusammengezählt.
Bisher war es durchaus üblich, dass locker 20% der Besucher barfuß waren und das bei Gesamtbesucherzahlen von fast 150.000 Besuchern am Wochenende. Tja, aber dieses Jahr ist wohl leider die negative Trendwende eingetreten. Am letzten Freitag war es nicht sonderlich warm, aber auch nicht gerade besonders kalt. Dennoch: ich habe keinen einzigen anderen Barfüßer getroffen! Und dieses Wochenende ging es mit open - air gerade so weiter. Im Rahmen des Radrennen Breitling - Grand Prix spielte heute Abend Nena vor ca. 40.000 Besuchern. Zu Beginn gab es zumindest noch einige Barfüßer, die im Verlauf des Abends jedoch alle ihre Schuhe wieder anzogen, obwohl es ja heute Nacht genial warmes Wetter ist. Faszinierend war für mich, dass viele Frauen mit hohen Absätzen einen extrem steilen Hügel hinuntergelaufen sind oder andere beim tanzen fast ihre Schuhe verloren haben. Dennoch kam keiner auf die Idee, sich dieses lästigen Begleitwerks zu entledigen. Irgendwie werden die Leute immer verrückter! Schade, dass dieser Konzert - Barfußtrend wohl auf dem Rückzug ist.
Aber: ich werde trotzdem barfuß bleiben! Bernd

Hallo Bernd, meinst Du etwa "Das Fest"? Dann hab ich's wohl dieses Jahr verpasst. Wundert mich aber sehr, dass dort immer so viele Barfüßer gewesen sein sollen und jetzt auf einmal kaum noch welche? War am Freitag in KA, allerdings im ZKM (genial!) Ciao, Marco

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Hi, das Bardentreffen in Nürnberg war gestern und vorgestern mal wieder eine nette Gelegenheit meinen Füßen "die Welt" zu zeigen. Eine Idee, die dort auch einige andere hatten, die ihre Schuhe in der Hand oder am Rucksack baumeln hatten - zumal es auch spät abends noch angenehm warm war. Besonders angenehm ist mir dabei der hohe Anteil an Kopfsteinpflaster in der Altstadt aufgefallen: durch die unregelmäßige Oberfläche wurde den Füßen eine Menge Abwechslung geboten und z. T. vorhandene Glasscherben finden zwischen den Steinen Rillen zum Verschwinden ;-)
Eine Faszination, die wohl den meisten (beschuhten) Besuchern entgangen sein dürfte, sind die Temperaturunterschiede z. B. am Hauptmarkt: man merkt an den kühlen Steinen genau, wo (vermutlich) die Wasserleitungen für die Brunnen verbuddelt sind (barfuß statt Wünschelrute?). Was mich fast verwundert hat ist allerdings, dass ich durch das Gewimmel durchgekommen bin, ohne dass mir jemand auf die Zehen gestiegen ist... das bestätigt mal wieder, dass Barfußlaufen lange nicht so gefährlich ist wie viele "Ungläubige" glauben ;-) Rol

[angenehm der hohe Anteil an Kopfsteinpflaster in der Altstadt ... unregelmäßige Oberfläche Füßen eine Menge Abwechslung geboten] Es ist erstaunlich, wie angenehm sich so eine oberfläche anfühlt, die für radfahrer nur lästig ist (wohingegen mittelfeiner scharfkantiger schotter angenehmer mit fahrrad als zu (bar)fuß ist) - wenn man/frau sich erst mal an die unebene oberfläche gewöhnt hat. In kopfsteingepflasterten fußgängerzonen habe ich auch schon frauen gesehen, die ihre hochhackigen schuhe ausgezogen haben und barfuß gegangen sind, weil sonst ihre absätze im pflaster hängengeblieben wären. Unci

Hi Rol, im Augenblick sind dank des schönen Wetters ja tatsächlich fast ideale Barfußbedingungen (tagsüber ist es allerdings mir auf dunklem Asphalt etc. deutlich zu heiß) - und das Erfühlen der Temperaturunterschiede ist tatsächlich ein (Hoch-) Genuss.
[verwundert, dass ich durch Gewimmel durchgekommen bin, ohne dass mir jemand auf die Zehen gestiegen ist] Solche Bedenken hatte ich auch mal - aber mal ehrlich : wie oft im Jahr tritt Dir denn jemand auf Deine Schuhe ? Eben ! Und dass es barfuß anders sein sollte, was spricht schon dafür ?
Herzliche Füße aus Köln nach Nürnberg (falls das Deine Heimat ist ?) Georg

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Barfuß zum Karneval der Kulturen. Am Pfingstsonntag fand in Berlin der Karneval der Kulturen statt - ein gute Gelegenheit, mit Hunderten anderen barfuß durch Berlin zu laufen. Wie auf einem Barfuß - Pfad habe ich alle möglichen Untergründe ausprobiert: Asphalt, Pflaster, Rasen, Linoleum (in der U-Bahn), Granit (auf dem Bahnhof). Und das Schöne dabei war, es gab viele Gleichgesinnte, die auf ihre Schuhe verzichteten. Manche taten das vielleicht nicht ganz freiwillig, aber bei den subtropischen Klimaverhältnissen holt man sich in Schuhen schnell Blasen ... Ganz zum Schluss ging dann noch ein gewaltiger Gewitterregen nieder. Da zogen dann noch mal ganz viele ihre Schuhe aus und tanzten barfuß durch die Pfützen - ein Heidenspaß bei dem warmen Gewitterregen.
Nicht ganz ungefährlich sind die Glassplitter, die bei solchen Großveranstaltungen immer herumliegen. Aber ich habe weit mehr Leute gesehen, die sich ihr Füße durch das Schuhe - Tragen verletzt haben (Blasen, Umknicken mit Plateausohlen etc.) als Barfüßer, die in Glas getreten sind.
Ich selbst habe nach dem Gewitter das warme Straßenpflaster sehr genossen und kann den Karneval der Kulturen in Berlin jedem empfehlen, der mal in einer Großstadt barfuß laufen möchte und dabei mit seinem Hobby nicht allein sein mag. Herzliche Grüße von Michael(AL)

Dazu passt auch ein Pressebeitrag :

Karneval der Kulturen und die Menschen hinter den Masken [...]
Wenn der überstrapazierte Begriff "multikulti" passt, dann hier. Über 70 Nationen tanzen am Sonntag beim "Karneval der Kulturen" über den Kreuzberger Asphalt. Und was vor fünf Jahren 50000 Menschen begeisterte, ist inzwischen für erwartete 900000 (!) Zuschauer einer der schönsten Hauptstadt - Events. Insgesamt werden 4000 Akteure in 120 Gruppen zeigen, was ein guter Flamenco, Samba oder Bauchtanz ist. [...]
Fanick, 38. Kreuzberger Musiker und Voodoo-Zauberer Fanick beim Tanz "Seit sechs Jahren lebe ich hier. Ich tanze die ganze Strecke barfuß - ohne Blasen oder Verletzungen. Denn die Voodoo-Götter beschützen mich. Eigentlich sind das Kostüm und die Rituale geheim, aber ich zeige die helle Seite des Voodoo und tanze für den Gott der Seuchen. Mein Land Benin ist unbekannt, daher bin ich stolz, es beim Karneval präsentieren zu können. Meine Frau Ute unterstützt mich. Sie fährt den geschmückten Wagen."
[B. Z. (Berlin), 09. 06. 2000]

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